ver.di-Versammlung im Schaumburger Land: Kommissionsmitglieder für Tarifvertrag Diakonie Niedersachsen gewählt
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(Landkreis) Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) führte anlässlich der Wahl für die Tarifkommission für den Tarifvertrag Diakonie Niedersachsen (TV DN) am 12. Oktober eine Mitgliederversammlung im Schaumburger Land durch. Die Kommission setzt sich aus ver.di-Mitgliedern aus verschiedenen diakonischen Unternehmen in Niedersachsen zusammen, also aus Kolleginnen und Kollegen, die die Bedingungen vor Ort gut kennen. Für das Schaumburger Land wurden Bettina Backhaus, Kerstin Behrens, Gaby Edling und Martina Paul gewählt.

Die ver.di-Mitglieder haben sich außerdem über ihre konkreten Arbeitsbedingungen unter Corona-Bedingungen ausgetauscht – hier sind insbesondere die Beschäftigten in der Gesundheits- und Sozialbranche unverzichtbar und in den letzten Monaten wurde deutlich sichtbar, dass die Beschäftigten hochengagiert, in ihren jeweiligen Tätigkeiten professionell und zuverlässig arbeiten und damit deutlich dazu beitragen Leben und Gesundheit zu schützen. Die ver.di-Mitglieder fordern, die Leistung der Beschäftigten anzuerkennen – nicht nur mit Applaus, sondern auch sehr konkret durch verbindliche gesetzliche Vorgaben für genug Personal, bedarfsgerechte Finanzierung der Krankenhäuser statt Pauschalen, keine Ausgliederung von Tätigkeiten in (Tochter-) Gesellschaften.

Die Mitgliederversammlung wurde ergänzt um einen guten Austausch mit der regionalen Bundestagsabgeordneten Marja-Liisa Völlers. Im Zentrum des Austausches standen Situation und Interessen von Arbeitnehmern im Gesundheitswesen.

Völlers: „Seitdem ich Bundestagsabgeordnete bin, treffen wir uns regelmäßig. Ich will wissen, was die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Gesundheitswesen denken und wo sie der Schuh drückt. Probleme werden hier bei der ver.di-Betriebsgruppe ganz klar und offen benannt. Das schätze ich sehr. In Zeiten einer Pandemie gab es natürlich besonders viel zu besprechen. So haben wir beispielsweise über die Bezahlung in der Pflege und die Ausgestaltung der Corona-Prämie gesprochen. Denn Klatschen auf irgendwelchen Balkonen hilft allein nicht weiter.“

Als Anerkennung der Belastungssituation durch die Corona-Pandemie gibt es in der Altenpflege bereits eine gesetzliche „Corona-Prämie“ in 2020 – für die Krankenhausbeschäftigten soll sie aktuell eingeführt werden. Ein Vorschlag dazu liegt vor und wird von den ver.di-Mitgliedern in einer Resolution als „Minimallösung“ kritisiert. Die ver.di-Mitglieder fordern insbesondere die Politik auf, dafür zu sorgen, dass alle Beschäftigten der Krankenhäuser eine finanzielle Wertschätzung für ihre Arbeit während der Pandemie erhalten. (pr/Foto: pr)

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