Zu Besuch bei zwei Millionen-Projekten in der Gemeinde Seggebruch
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(Seggebruch) „Willkommen auf dem Bergkrug, das ist eine Straße, wo es früher eine Gaststätte für die Bergmänner gab.“

So begrüßte Bürgermeister Jörn Wittkugel die Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers, den Landtagsabgeordneten Jan-Philipp Beck, Landrat Jörg Farr, Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz sowie die Kollegen der SPD/FDP-Gruppe im Kreistag des Landkreises Schaumburg in Seggebruch.

Mit dem Ärztehaus entsteht hier zurzeit nach der DRK-Tagespflege auf dem benachbarten Grundstück das zweite Millionen-Projekt.

Auf ihrer Sommertour ging es für die Kreispolitiker um das Thema „Dorfentwicklung der Bergkrug-Gemeinden“, für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Eckhard Ilsemann ein gelungenes Beispiel für „zusammengewachsene Strukturen“. Für Jörn Wittkugel sind es intelligente Entscheidungen des Gemeinderates gewesen, als man Neubaugebiete ausgewiesen und dem Mehrgenerationenhaus die Ansiedlung ermöglicht hat. So habe man heute in Seggebruch mit 1.750 Personen die höchste Einwohnerzahl aller Zeiten. Jeder zusätzliche Einwohner bringt der Gemeinde über 500 Euro jährlich, willkommene Einnahmen, um für Krippen- und Kita-Plätze sorgen und das Ehrenamt in den Vereinen unterstützen zu können.

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2019 hatten die „Bergkrug-Gemeinden“, das sind Helpsen, Hespe und Seggebruch, sich um die Aufnahme in den Dorfentwicklungsplan beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim erfolgreich beworben. Im Oktober 2022 hat man mit dem Abriss der Altgebäude begonnen. Im Oktober 2023 soll das Ärztehaus fertiggestellt sein, damit bis zum 30. November mit dem Land abgerechnet werden kann.

Aufgrund der in den vergangenen Jahren gestiegenen Baukosten liegt man aktuell bei 1,6 Millionen Euro. Insgesamt fließen über 800.000 Euro an Fördergeldern; die nicht gedeckten Kosten übernehmen zu je einem Drittel die drei Gemeinden. Allgemeinmediziner konnten gefunden werden. Ihnen stehen insgesamt 16 Räume, davon vier Behandlungszimmer, zur Verfügung.

Die SPD/FDP-Gruppe im Kreistag besichtigte das Ärztehaus und „Bauernhaus Im Dorfe“.

Das „Bauernhaus Im Dorfe“ in Tallensen, Baujahr 1874, sollte eigentlich abgerissen werden. Im Rahmen der Dorfentwicklungsplanung hat eine Landesbehörde die Erhaltungswürdigkeit des Gebäudes bestätigt. „Viele Ideen konnten in diesem Projekt vereint werden – Backhaus, Grillstand, Boulebahn, Streuobstwiese, Tische und Bänke“, berichtete Wittkugel. Zudem wird hier der Verein „Umweltbildungszentrum Wilde Karde Seggebruch“ sein Büro haben, um Kindern und Erwachsenen Angebote zu den Themen Natur und Umwelt unterbreiten zu können.

Die Baukosten belaufen sich, ohne den Kauf des Grundstücks, auf 1,16 Millionen Euro; es fließen Fördergelder in Höhe von 550.000 Euro. (pr/Fotos: pr)

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