Im Laufschritt einmal um die Welt: Jobst von Palombini hat 1000 Marathons absolviert
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(Bückeburg) Eine Feierstunde für eine außerordentliche Leistung: Die Bückeburger Jobst von Palombini hat im April seinen 1000. Marathon absolviert.

Mehr als 42.000 Kilometer ist er gelaufen, einmal um die ganze Welt. Dafür gab es einen Ratsempfang und den Eintrag ins goldene Buch der Stadt. Und Palombini läuft immer weiter.

Am 12. April dieses Jahres war für Jobst von Palombini ein besonderer Meilenstein: Im Beisein zahlreicher Freunde und der Familie absolvierte der passionierte Bückeburger Läufer seinen 1000. Marathon. Als er in Hannover die Ziellinie überquerte, hatte er im selben Moment unglaubliche 42.000 Kilometer laufend zurückgelegt – diese Wegstrecke würde einmal um die gesamte Welt reichen. Mehr als 400 Marathons ist er unter vier Stunden, nahezu 200 ist er unter drei Stunden gelaufen. Eine beeindruckende Leistung, die die es nun einen Ratsempfang und den Eintrag ins goldene Buch der Stadt gab. Den Antrag hierzu hatte Andreas Paul Schöniger (Freie Wähler) an den Stadtrat gestellt.

Jobst von Palombini darf sich in das goldene Buch der Stadt eintragen. Gestaltet wurde die Seite von der heimischen Künstlerin Lisa Starke.

Zum feierlichen Empfang erschien Jobst von Palombini mit zahlreichen Freunden und seiner Familie, die sich für den feierlichen Anlass direkt nochmal die „Jubiläums-Marathon-Trikots“ mit dem Konterfei von Palombini übergeworfen hatten. Bürgermeister Axel Wohlgemuth richtete Glückwünsche und bewundernde Worte an den leidenschaftlichen Läufer, der mit seinem Engagement den Laufsport in Bückeburg enorm fördert und unter anderem sportliche Events wie den Schlossparklauf zum Leben erweckt hat: „Deinen schnellsten Marathon bist du in zwei Stunden und 44 Minuten gelaufen. Diese Zahlen zeigen, was du in all den Jahren geleistet hast – du brauchst nicht nur außergewöhnliche Ausdauer, sondern du läufst auch außergewöhnlich schnell. Mit deinem Engagement trägst du auch ein Stück Bückeburg n die Laufwelt hinaus, dafür ehren wir dich heute“.

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In einem kleinen Interview fragte der Bürgermeister den Rekordläufer aus, beispielsweise was er bei 1000 Marathons über Niederlagen gelernt habe. „Die gehören auch dazu, auch wenn es schwerfällt. Jeder hat mal einen schlechten Tag“, sagte Palombini. Ob er durch das viele Nachdenken beim Laufen auch klüger geworden sei? Tatsächlich komme er beim Laufen oft auf Lösungen, unter anderem für seinen Lehrerberuf. „In der Lockerheit kommt oft was, der Sauerstoff tut dem Denken gut“, konstatiert Palombini. Ob durch die viele Lauferei auch anderes zu kurz gekommen ist?

Bürgermeister Axel Wohlgemuth (mi.) und Uwe Völkening für den VfL Bückeburg ehrten Palombini für seine außerordentliche Leistung und seine Verdienste für den Laufsport.

„Durchaus“, gesteht Palombini ein, Familie und Ehefrau mussten öfter ohne ihn auskommen, wenn er wieder für besondere Läufe fernab der Heimat war – etwa, wenn er bei über 40 Grad quer durch Italien lief. Doch der 1000. Lauf sei ihm in besonders schöner Erinnerung geblieben, allein dadurch, dass so viele Freunde und Familienmitglieder dabei waren und mit ihm mitgefiebert hatten. Doch auch seine Teilnahmen am Berlin Marathon oder Boston Marathon waren für ihn etwas ganz Besonderes. Für sein langjähriges und vor allen Dingen ausdauerndes Engagement dankte ihm auch Uwe Völkening im Namen des VfL Bückeburg: „Laufen ist dein Lebenswerk und wir sind sehr stolz auf deine Leistung. Es gibt weltweit nur rund 70 Menschen, die das erreicht haben. Du bist ein Läufer von ganzem Herzen und wir freuen uns, dich in unseren Reihen zu haben“.

Traditionsgemäß werden die Seiten im goldenen Buch der Stadt im Vorfeld mit einer thematisch passenden Zeichnung ansprechend gestaltet – für Jobst von Palombini übernahm das die heimische Künstlerin Lisa Starke. Unter den Augen der zahlreichen Gäste und Ratsmitglieder setzte Palombini seine Unterschrift in das Buch, in das einst auch Michail Gorbatschow und andere Ehrengäste ihre Signatur hinterließen. Darüber hinaus bekam er vom Bürgermeister eine Ehrenmedaille überreicht. „Das ist eine große Ehre für mich und ich bin tief gerührt. Was habe ich für eine tolle Heimatstadt“, bedankte sich Palombini abschließend.

(Text & Fotos: nh)

 

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