(Bückeburg) Bei bestem Wetter haben sich insgesamt 16 Skater im Rahmen des Weserberglandcups, organisiert vom Verein Rollkultur e.V., in zwei Altersklassen gemessen und dabei spektakuläre Tricks und Grinds gezeigt. Der Wettbewerb gastierte in diesem Jahr zum zweiten Mal in Bückeburg und erfreute sich zudem zahlreicher Zuschauer.

Im Mittelpunkt der Bückeburger Skateranlage wartet auf die Skater die große Funbox; sie lädt ein zu stylischen Grinds und gibt den notwendigen Schwung für spektakuläre Grabs und komplizierte Flips. Die kleinen und größeren Pipes und Rails um sie herum bilden die perfekte Spielwiese für die mutigen 16 Teilnehmer, die sich im Rahmen des Weserbergland-Cups dem Wettbewerb stellen.
Fünf Teilnehmer in der Altersgruppe U14 und elf Skater Ü14 trauten sich und zeigten in jeweils zwei Durchgängen den Konkurrenten und Zuschauern, was sie drauf haben. Bückeburg ist dabei nur eine Station des Cups, der insgesamt über fünf Events im gesamten Weserbergland ausgetragen wird, mit einem Gesamtsieger am Ende der Veranstaltungsreihe. Aber an diesem Tag geht es in Bückeburg ebenfalls um einen Tagessieg, tolle Sachpreise warten auf die Platzierten auf den ersten Plätzen. „Mehrere Skateshops in der Region haben allerhand Nützliches wie Decks, Rollen und mehr gespendet, die die Teilnehmer also auch wirklich gebrauchen können“, erklärt Stefan Straßburg, 1. Vorsitzender von Rollkultur Weserbergland und Organisator und zugleich Moderator der Veranstaltung.

16 talentierte Teilnehmer nehmen am Wettkampf auf der Skateranlage teil
Gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern und dem heimischen Skater Nino Schildberg sowie der Stadtjugendpflege haben sie die Veranstaltung nach Bückeburg gebracht – ein großer Erfolg für alle Beteiligten. Die Stadt stellt Toiletten, am Grill standen Freiwillige vom Verein Unabhängiges Jugendzentrum, der Bauhof half mit Bauzäunen und Absperrungen und der anliegende Landwirt stellte seinen Acker als Parkplatz zur Verfügung, „das ist alles nicht selbstverständlich und das wissen wir sehr zu schätzen“, konstatiert Nino Schildberg.
Das Starterfeld ist dabei hochkarätig besetzt – mit Helen Kornemann nimmt sogar eine deutsche Vizemeisterin teil – sowie in Teilen von weit her angereist: Die Teilnehmer kommen aus Ostwestfalen, Hildesheim, Kassel, Hameln, Brake und natürlich aus der näheren Umgebung.

„Das Schöne hier ist, dass hier Menschen jedes Alters und aus jeder Gesellschaftsschicht zusammenkommen“, fasst es Schildberg zusammen. Das Miteinander ist harmonisch und kollegial, trotz allem sportlichen Ehrgeizes. Und vor allen Dingen sportlich gibt es viel zu sehen: Von beiden Durchläufen fließt der jeweils bessere in die Gesamtwertung ein, sodass die Starter in ihren jeweils zweimal zur Verfügung stehenden 45 Sekunden alles geben – der eine oder andere Sturz ist hier inklusive, hält aber niemanden davon ab, sofort wieder aufs Board zu steigen. „Die Kollegen vom Roten Kreuz sind erfreulicherweise kurz davor einzuschlafen“, bemerkt Stefan Straßburg zwischendurch.
Die Skater derweil zeigen anspruchsvolle Flips, manch einen Grabtrick – wenn der Skater im Sprung mit seiner Hand das Board berührt oder greift – und zudem beeindruckende und vor allen Dingen schwierige Grinds, einige Liptricks, die am oberen Ende der Pipes durchgeführt werden und den Skater für einen kurzen Moment in seinem Run stoppen, und auch verspielte Manual-Tricks. Umso schwieriger der Trick, umso mehr Punkte gibt es dafür, erklärt Jurymitglied Maarten Straßburg.
Zusammen mit drei weiteren Jurymitglieder bewertet er die Runs der Teilnehmer, Abzüge gibt es für Stürze, das Nicht-Stehen eines Tricks oder unsaubere Ausführungen. Neben dem Street-Wettbewerb wird auch noch ein Best-Trick-Contest ausgefochten – hierbei zählt der jeweils beste gestandene Trick.
In die Finalrunde schaffen es bei den U14 fünf Teilnehmer – also alle aus dem eigentlichen Starterfeld. Das Rennen gemacht und sich somit den Tagessieg gesichert hat sich Henner Szuminski aus Minden vor dem Zweitplatzierten Leopold Schmidt aus Eschershausen – letzterer hat aktuell die Führung der Gesamtwertung inne.
Bei der Altersklasse Ü14 hat sich schlussendlich Johannes Görgens aus Hildesheim den Tagessieg und die Gesamtführung geschnappt. Den zweiten Platz im Tageswettbewerb machte Yannik Baum aus Bielefeld, den dritten Platz belegte Julian Göttlich aus Bielefeld. Den besten Trick lieferte ebenfalls Julian Göttlich mit einem Noseslide Nollie Heelflip am Curb.

Weiter mit dem Weserbergland Cup geht es bereits am 15. August in Brakel. Und auch nach Bückeburg kommen die Veranstalter gerne wieder im kommenden Jahr. „Vielleicht ist dann der Skatepark ja schon an der einen oder anderen Stelle erneuert oder ausgebessert“, hofft Schildberg mit Blick Richtung Rathaus.
(Text & Fotos: nh)






