Historische Gebäude und museale Räume: Zu Besuch beim Wilhelm Busch Land Wiedensahl
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(Wiedensahl) Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion haben kürzlich die Anregung von Heidemarie Hanauske, seit 2012 Kreistagsabgeordnete der SPD für die Samtgemeinde Niedernwöhren, aufgegriffen und die Museumslandschaft Wilhelm Busch Wiedensahl e.V. besucht.

Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 als ältestes von sieben Kindern in Wiedensahl geboren und ist am 9. Januar 1908 gestorben. Er ist vor allem durch seine humoristischen Bildergeschichten wie Max und Moritz (1865) bekannt geworden.

Carsten Dreyer, Museumsexperte Tobias Deterding und Kurt Cholewa haben den Kreistagspolitikern Wissenswertes über das Leben und das Werk von Wilhelm Busch vermittelt. Bereits zehn Tage nach dem Tod von Busch ist der Beschluss gefasst worden, ein Denkmal in Wiedensahl zu errichten. Nur das Geld habe gefehlt, so Kurt Cholewa, während der Besichtigung des Denkmals.

Busch-Denkmal besteht aus rheinischem Stein

Fünf Jahre später war es so weit, und das Denkmal wurde am 14. September 1913 eingeweiht. Es sei kein Obernkirchener Sandstein verwendet worden, sondern rheinischer Muschelkalk, der als robuster, druckstabiler und frostbeständiger Baustoff geschätzt wird. Wilhelm Busch ist mit Stock, Hut und Zigarre zu sehen, obwohl er nur Zigaretten, und zwar 40 bis 60 selbstgedrehte, am Tag geraucht hat. Ganz oben auf dem Denkmal sind eine Eule als Symbol der Weisheit und Pan, der Hirtengott, als Symbol des Humors zu erkennen.

Wilhelm Busch hat rund 40 Jahre seines Lebens in Wiedensahl verbracht; von 1872 bis 1879 hat er im Alten Pfarrhaus, im Pastorenhaushalt von Schwester und Schwager, gewohnt. „Er ist hier wohlhabend geworden, es sind Werke wie ‚Fipps, der Affe‘ und ‚Die fromme Helene‘ hier entstanden“, weiß Cholewa. Busch sei der „größte private Steuerzahler“ gewesen.

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Von der einstigen Schuhmacher-Hochburg zum kleinsten offiziellen Flecken Deutschlands

In einer Ausstellung werden die Dorfstraße und das Leben in Wiedensahl so gezeigt, wie es zur Lebzeit von Busch gewesen sein mag. Es habe, so Cholewa, zwei Mühlen im Ort gegeben, die mehrfach von Wilhelm Busch skizziert worden sind. „Wiedensahl war damals eine Schuhmacher-Hochburg, eine eigene Gilde mit etwa 40 Schuhmachern.“ Es gab einen Arzt und eine Apotheke im Ort. Wiedensahl habe Flecken- und Marktrecht erhalten. Heute gilt Wiedensahl „als der kleinste offizielle Flecken in Deutschland.“

Der Verein Museumslandschaft Wilhelm Busch Wiedensahl e.V. wurde im Jahr 2014 gegründet. Die Gründung erfolgte als Zusammenschluss lokaler Akteure und Kommunen, um die Museumsaktivitäten im Ort unter einem gemeinsamen Dach neu aufzustellen. Vorsitzender Carsten Dreyer und seine Vorstandskollegen dankten den Kreispolitikern der SPD für ihr Interesse und die Unterstützung.

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion zu Besuch im Wilhelm-Busch-Land.

Der Landkreis fördert die Museumsarbeit, mit einem von 2021 – 2027 gültigen Museumsgütesiegel ausgezeichnet, jährlich ebenso mit einem festen Betrag wie der Flecken Wiedensahl und die Samtgemeinde Niedernwöhren. „Ein Besuch im Wilhelm Busch Land lohnt sich immer“, war die einhellige Meinung der SPD-Kreispolitiker nach der Besichtigung des Wilhelm Busch Geburtshauses.

Mehr Informationen gibt es unter www.wilhelm-busch-land.de.

(pr; Foto: pr)

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