(Stadthagen) Die CDU Stadthagen sieht sich durch die Ergebnisse der KURBAS-Studie des Landeskriminalamtes Niedersachsen in ihrer Einschätzung zur Sicherheitslage bestätigt, wie jetzt in einer Pressemitteilung erklärt wurde.
(Zum Hintergrund: Die KURBAS-Studie „Kompetenzzentrum Urbane Sicherheit des Landeskriminalamtes Niedersachsen“ hat das subjektive Sicherheitsgefühl und Angstträume im öffentlichen Raum von Stadthagen untersucht. Die Ergebnisse sorgen vor allem in Bereichen wie Areal um die Schule am Schlosspark und in dunklen Zonen für politische Diskussionen und Forderungen nach schnelleren Maßnahmen. – Anm. d. Red.)
CDU-Stadtverbandsvorsitzender Andreas Ahnefeld: „Bereits die CDU-Sicherheitsumfrage aus dem Jahr 2024 hat die Sorgen und Problemfelder der Bürgerinnen und Bürger deutlich benannt. Was damals von politischen Mitbewerbern relativiert, infrage gestellt oder auf die lange Bank geschoben wurde, ist nun wissenschaftlich bestätigt. Hätte man die Ergebnisse unserer Umfrage frühzeitig ernst genommen und konsequent gehandelt, wäre Stadthagen bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen heute bereits deutlich weiter.“ CDU-Bürgermeisterkandidat Heiko Tadge ergänzt: „Es geht uns aber nicht darum, Recht zu behalten. Entscheidend ist, dass jetzt endlich gehandelt wird. Wer nach dieser Studie noch zögert, handelt gegen die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger. Die Zeit der Analysen ist vorbei – jetzt ist die Zeit des Handelns.“
Mehr als 1.100 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich seinerzeit an der CDU-Sicherheitsumfrage. Sie machten deutlich, dass sich viele Menschen mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst, eine bessere Beleuchtung sowie ein konsequenteres Vorgehen gegen Regelverstöße wünschen. Die nun vorgestellten Ergebnisse des KURBAS-Projekts bestätigen diese Einschätzungen und ordnen sie wissenschaftlich ein.
Für die CDU steht deshalb fest: Stadthagen braucht eine personelle Verstärkung des Außendienstes mit dem klaren Ziel, den Ordnungsdienst schrittweise leistungsfähiger zu machen. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten sichtbare Präsenz, kurze Reaktionszeiten und konsequentes Einschreiten bei Regelverstößen. Wer mehr Sicherheit fordert, muss auch bereit sein, die dafür notwendigen personellen und finanziellen Voraussetzungen zu schaffen.
Sicherheit beginnt jedoch nicht erst bei Polizei und Ordnungsdienst. Ein ungepflegtes Stadtbild mit Wildwuchs, mangelnde Grünpflege, Vermüllung und defekte Infrastruktur vermitteln den Eindruck fehlender Ordnung und wirken sich unmittelbar auf das Sicherheitsgefühl aus. Wer Angsträume beseitigen möchte, muss deshalb auch die Aufenthaltsqualität verbessern. Die CDU fordert daher, auch im Bereich Bauhof und Grünpflege personell nachzusteuern und der Beseitigung solcher Missstände eine deutlich höhere Priorität einzuräumen.
Ein weiterer Punkt, den die CDU frühzeitig aufgegriffen hat, ist die Beleuchtung der Innenstadt. Während einer Begehung in der dunklen Jahreszeit Anfang 2026 dokumentierte die CDU mehr als 50 defekte Straßenlaternen im Innenstadtbereich. Auch die KURBAS-Ergebnisse zeigen, dass schlecht beleuchtete Bereiche das Sicherheitsgefühl erheblich beeinträchtigen. Aus Sicht der CDU reicht es deshalb nicht aus, darauf zu warten, dass Bürgerinnen und Bürger defekte Straßenlaternen melden. Stattdessen braucht es regelmäßige Kontrollen sowie eine deutlich schnellere Behebung solcher Mängel.
Ein Thema, das in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat, ist zudem der zunehmende Betrieb von E-Scootern und E-Bikes in der Fußgängerzone. Die KURBAS-Untersuchung zeige laut CDU, dass insbesondere hohe Geschwindigkeiten und fehlende Rücksichtnahme das Sicherheitsgefühl vieler Menschen beeinträchtigen. Auch die CDU beobachte zunehmend, dass insbesondere die Obernstraße und der Marktplatz immer häufiger als Rennstrecke genutzt würden, ohne ausreichend Rücksicht auf Fußgängerinnen und Fußgänger zu nehmen. Gerade für Kinder und ältere Menschen entstünden dadurch gefährliche Situationen.
Die CDU begrüßt es eigenen Angaben zufolge daher ausdrücklich, dass die Verwaltung hierzu kurzfristig Vorschläge vorlegen will. Gleichzeitig müsse die Einhaltung bestehender Regeln aber auch konsequent kontrolliert und durchgesetzt werden. Neue Konzepte und Schilder würden wenig helfen, wenn bereits geltende Vorgaben nicht sichtbar durchgesetzt würden.
„Sicherheit bedeutet Lebensqualität. Gerade Frauen nehmen den öffentlichen Raum häufig anders wahr als Männer. Wenn junge Frauen oder ältere Menschen bestimmte Wege oder Plätze in den Abendstunden meiden, dürfen wir das nicht als bloßes Gefühl abtun. Unser Ziel muss sein, dass sich alle Menschen – unabhängig von Alter oder Geschlecht – jederzeit sicher in unserer Stadt bewegen können“, so die stellvertretende CDU-Vorsitzende Jennifer Blindow.
Neben der Sicherheitsfrage sieht die CDU auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Eine attraktive Innenstadt lebe davon, dass Menschen sich dort gerne aufhalten – auch in den Abendstunden: „Wer sich unsicher fühlt, verzichtet häufiger auf den Besuch von Restaurants, Cafés oder Veranstaltungen. Davon ist der Einzelhandel ebenso betroffen wie die Gastronomie und das kulturelles Leben.“
„Eine sichere Innenstadt ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wer sich in der Innenstadt nicht mehr wohlfühlt, besucht seltener Restaurants, Cafés oder Veranstaltungen. Das trifft den Einzelhandel, die Gastronomie und letztlich die gesamte Innenstadt. Wer unsere Innenstadt stärken will, muss deshalb auch konsequent in Sicherheit, Sauberkeit und Aufenthaltsqualität investieren. Sicherheit ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt“, ergänzt Juliane Djouimai, ebenfalls stellvertretende CDU-Vorsitzende.
Die CDU begrüßt den angekündigten Workshop mit Politik, Verwaltung, Polizei und weiteren Akteuren ausdrücklich. Dieser müsse jedoch der Startschuss für konkrete Maßnahmen sein und dürfe nicht dazu führen, dass notwendige Entscheidungen erneut aufgeschoben werden, so die CDU weiter.
Ahnefeld zusammenfassend: „Mit der KURBAS-Studie endet die Erkenntnisphase. Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger wurden bereits 2024 in unserer Sicherheitsumfrage deutlich benannt und sind nun wissenschaftlich bestätigt. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Stadthagen braucht den politischen Willen, diese Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen umzusetzen – mit einem starken, im öffentlichen Raum präsenten Ordnungsdienst, einer gepflegten Innenstadt, funktionierender Beleuchtung, konsequentem Vorgehen gegen Regelverstöße. Die Menschen wollen keine weiteren Gutachten und Verzögerungen, sie wollen jetzt spürbare Verbesserungen.“




