Gruppe im Rat der Stadt Bückeburg fordert erneute Prüfung der Umleitungsführung an der K15
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(Bückeburg) Die Gruppe „Freie Wähler und Bürger für Bückeburg“ (FW/BfB+) im Rat der Stadt Bückeburg fordert den Landkreis Schaumburg auf, die geplante Umleitungsführung im Zuge der Baumaßnahme an der Kreisstraße 15 erneut zu überprüfen.

Gleichzeitig wird die Verkehrsbehörde des Landkreises in einer Pressemeldung dafür kritisiert, die betroffenen Ortsräte und örtlichen Verantwortungsträger bereits zum wiederholten Mal erst nach wesentlichen Entscheidungen in die Planungen einzubeziehen.

Nach Auffassung der Gruppe wurde das Verkehrsumleitungskonzept bereits im Dezember 2025 grundsätzlich genehmigt, ohne zuvor die Ortsräte von Meinsen-Warber und Rusbend, deren Ortsbürgermeister sowie weitere örtliche Akteure anzuhören. Gerade diese verfügten demnach über eine umfassende Ortskenntnis und hätten bereits im Vorfeld auf die heute diskutierten Probleme aufmerksam machen können.

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum die örtliche Expertise erst dann abgefragt wird, wenn die entscheidenden Weichen bereits gestellt sind. Wer sichere und praktikable Lösungen will, muss die Menschen beteiligen, die die örtlichen Gegebenheiten seit Jahren kennen“, so Andreas Paul Schöniger, Ortsbürgermeister von Meinsen-Warber und Mitglied im Kreistag.

„Keine ausreichenden Konsequenzen gezogen“

Besonders kritisch bewertet die Gruppe, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt. Bereits bei der Sperrung der Brücke über den Mittellandkanal in Rusbend sowie bei der Fahrbahnerneuerung der Landesstraße 450 in Warber hätten sich ähnliche Defizite bei der frühzeitigen Einbindung der örtlichen Entscheidungsträger gezeigt. Aus Sicht der Gruppe wurden aus diesen Erfahrungen keine ausreichenden Konsequenzen gezogen.

Nach Auffassung der Gruppe wurden bei der Genehmigung der Umleitungsführung wesentliche örtliche Gegebenheiten nicht ausreichend berücksichtigt. Hierzu zählen die geringe Fahrbahnbreite der Heveser Straße, fehlende Ausweichmöglichkeiten, die regelmäßige Nutzung durch landwirtschaftlichen Verkehr während der Erntezeit, die Auswirkungen auf den Schülerverkehr sowie die erhöhten Anforderungen an die Verkehrssicherheit.

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Die Gruppe FW/BFB weist auf die geringe Fahrbahnbreite der Heveser Straße, fehlende Ausweichmöglichkeiten und die regelmäßige Nutzung durch landwirtschaftlichen Verkehr während der Erntezeit hin. (Foto: pr)

Hinzu komme laut Gruppe, dass die ursprünglich als Begründung angeführte Baumaßnahme an der Landesstraße 450 in Warber inzwischen nahezu abgeschlossen ist. Dieses Argument steht einer erneuten Prüfung alternativer Umleitungsführungen daher nicht mehr entgegen. Der Ortsrat Meinsen-Warber hat sich wiederholt dafür ausgesprochen, den bereits im März 2026 von Ortsbürgermeister Andreas Paul Schöniger vorgeschlagenen Alternativvorschlag umzusetzen und auf eine Umleitungsführung über die Heveser Straße zu verzichten. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr weiträumiger zu führen und die Belastungen für die betroffenen Ortschaften zu reduzieren. Nach Auffassung der Gruppe hätte dieses eindeutige Votum des Ortsrates in die weitere Planung einfließen müssen.

Weitere Kritik an Umleitungsführung

Die Sicherheitsbedenken werden der Gruppen-Mitteilung zufolge mittlerweile von einer breiten Basis getragen. Neben den Ortsbürgermeistern bewerten nun auch die Führungskräfte der Stützpunktfeuerwehr Meinsen-Warber-Achum sowie der Ortsfeuerwehr Rusbend die geplante Umleitungsführung als äußerstkritisch. Insbesondere im Hinblick auf die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren und die Verkehrssicherheit bestehen erhebliche Bedenken.

„Wenn gewählte Ortsräte, Ortsbürgermeister, die örtlichen Feuerwehren und weitere Beteiligte übereinstimmend vor den Risiken einer geplanten Verkehrsführung warnen, sollte dies für den Landkreis Anlass sein, seine Entscheidung noch einmal kritisch zu hinterfragen. Es geht nicht darum, eine notwendige Baumaßnahme zu verhindern, sondern darum, die sicherste undsinnvollste Lösung für alle Beteiligten zu finden“, so Schöniger.

Tragfähige Lösung gefordert

Die Gruppe im Rat der Stadt Bückeburg fordert den Landkreis Schaumburg deshalb auf, die Umleitungsführung unter Berücksichtigung der inzwischen vorliegenden Erkenntnisse erneut zu bewerten und gemeinsam mit den betroffenen Kommunen nach einer tragfähigen Lösung zu suchen. Gleichzeitig erwartet die Gruppe, dass Ortsräte, Ortsbürgermeister und weitere örtliche Verantwortungsträger künftig bereits vor verkehrsrechtlichen Entscheidungen in Planungen einbezogen werden.

„Nur durch eine frühzeitige und partnerschaftliche Zusammenarbeit lassen sich Fehlentwicklungen vermeiden und die Akzeptanz notwendiger Infrastrukturmaßnahmen nachhaltig stärken“, schließt die gemeinsame Pressemitteilung.

(pr)

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