Von Obernkirchen nach Chongqing: Werke von Künstlerin Laura Harmening werden in China ausgestellt
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(Obernkirchen/Chongqing) Es ist eine ziemlich weite Reise, die den Werken von Laura Harmening bevorsteht:

Die expressionistischen Schwarzlicht-Gemälde und Acrylic-Pouring-Stücke werden, natürlich sicher verpackt, nach China verbracht, denn die Obernkirchener Künstlerin hat die große Chance, an einer internationalen Kunstausstellung in Chongping zu partizipieren. Eine große Ehre für die Künstlerin – der Weg dorthin war tatsächlich gar nicht so kompliziert, wie manch einer vermuten würde.

Von Obernkirchen über Hamburg bis nach China – und alles fing mit Instagram an. Hier teilt Laura Harmening nicht nur ihre Werke mit einer breiten Öffentlichkeit, hier stieß sie auch eines Tages auf die Galerie Paschmin Art aus Hamburg. Die Galerie hat neben der Adresse an der Elbe nämlich noch mehrere internationale Dependancen, darunter in Hongkong und Chongqing. Gemeinsam mit dem HongArt Museum in Chongqing werden hier regelmäßig Gruppenausstellungen junger, zeitgenössischer Künstler aus der ganzen Welt organisiert – und in diesem Jahr ist Laura Harmening Teil davon.

Seit 2019 ist Laura Harmening künstlerisch tätig – in ihren Werken ist auch ihre persönliche Entwicklung abzulesen.

Mit einer schlichten Nachricht über den Instagram-Messenger, einigen E-Mails und schließlich dem Übersenden einiger Fotos ihrer Werke fing alles an. „Ich machte mir hier keine großen Hoffnungen, dass sie mich in ihr Künstlerportfolio aufnehmen würden oder ich gar die Chance bekommen würde, auszustellen“, sagt Laura Harmening rückblickend. Doch weit gefehlt: Die Galerie hatte großes Interesse, einige Mails und Telefonate später war die Sache fix: Laura Harmening wird mit vier Werken an der neuesten Gruppenausstellung in Chongqing teilnehmen, die vom 25. August bis zum 29. September im HongArtMuseum realisiert wird.

Verträge wurden unterschrieben, die Werke ausgewählt und werden zeitnah für den Transport verpackt. Einen Wehmutstropfen gibt es jedoch: Bisher sieht es so aus, dass die Künstlerin selbst nicht nach China reisen wird, da die damit verbundenen Kosten sehr hoch sind. „Doch vielleicht ergibt sich ja noch etwas“, hofft sie.

Smaragdgrün und Schwarzlichtfarben gehören zu ihren Favoriten und dominieren viele Werke der Künstlerin.

Seit 2019 bereits ist Harmening künstlerisch tätig: Einst auf Acrylic Pouring spezialisiert, hat sie ihr künstlerisches Portfolio mit der Zeit erweitert. In Stile des modernen Expressionismus malt sie mal abstrakt, mal figürlich, oft steht die Frau im Mittelpunkt ihrer Werke. Kunst ist für Harmening auch immer Therapie, in ihren Arbeiten verarbeitet sie ihre in Teilen schwierige Vergangenheit und traumatische Erfahrungen. „Die Kunst hat mir das Leben gerettet und schafft in mir so viel Kraft und macht mich stark. Das ist auch meine Message nach draußen: Dass man sich durch Kunst erheben und sich selbst stärken kann“, sagt Laura Harmening mit Überzeugung.

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Neben Gemälden lebt sie ihre Kreativität auch im Kunsthandwerk aus: Mit kreativen Lampen – ihr Vater ist ebenfalls in diesem Gebiet tätig und hat sie von klein an beeinflusst – und auch mit Schmuck. „Das ist gut für den Kopf, ähnlich wie Meditation. Eigentlich mag ich alles, was schön ist und bringe gerne schöne Dinge in die Welt“, schmunzelt die Künstlerin. Im Schmuckhandwerk und im Pouring gibt sie sogar Kurse, um andere an ihren Wissen teilhaben zu lassen: Immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr finden die Pouring-Kurse bei der Lebenshilfe Stadthagen statt, die Schmuck-Kurse sind immer freitags von 18.30 bis 20.30 Uhr, weitere Termine werden auf Anfrage, etwa von Gruppen, realisiert.

Demnächst werden vier Bilder von Laura Harmening von Hamburg nach Chongqing verschifft, wo sie Teil einer internationalen Kunstausstellung im HongArt Museum sein werden.

Die Träume der Künstlerin sind recht bescheiden: „Ich würde gerne Bilder verkaufen – jedes verkaufte Bild ist für mich ein Traum – erfolgreich werden. Liebend gerne würde ich mal im Palais ausstellen, weil ich dort zur Schule gegangen bin und es einen tollen Kontrast zu dem alten Gebäude darstellen würde. Und einmal in Paris auszustellen, das wäre ein großer Lebenstraum“.

Künstlerische Vorbilder sind ihr Vater Klaus Harmening und der bekannte Surrealist Salvador Dalí, „seine fließenden Formen haben mich schon immer beeindruckt. Und auch bei mir fließt immer irgendwas“, sagt Harmening. Bis ein Werk für sie fertig ist, kann es schonmal dauern: „Fünf Stunden bis Jahre arbeite ich an einem Bild – wenn ich unzufrieden bin, lasse ich es liegen und gehe erst nach Monaten oder einem Jahr wieder ran“, erklärt sie den künstlerischen Schaffensprozess. Dabei nutzt sie eine Farbe besonders gern: Smaragdgrün. Und Schwarzlicht natürlich, „das hat es mir wirklich angetan“.

„Meine Kunst soll trotz meiner Erlebnisse eine positive Botschaft vermitteln und anregen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, stark zu sein und das auch nach außen zu transportieren“, sendet sie ihre Botschaft nach außen. Nachdem die ersten Bilder, die sie seit 2019 gemalt hat, sehr düster waren, sieht man heute eine Entwicklung hin zu fröhlicheren Motiven und Farben. Noch malt sie diese in ihrer Wohnung, perspektivisch möchte sie sich aber ein eigenes Atelier im Keller des Hauses einrichten.

Und spricht zugleich eine Einladung an Interessierte aus: „Wer gerne einmal vorbeikommen möchte und sich die Bilder ansehen möchte, kann sich gerne vorher bei mir anmelden“. Auch weitere Informationen zu ihren Kursen und zu Auftragsarbeiten gibt sie gerne, erreichbar ist die Künstlerin unter 0176/20823955.

(Text: nh; Fotos: nh/pr)

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