Meinsen-Warber: Umgestaltung des Mühlengrabens wird deutlich teurer
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(Meinsen-Warber) Die Stadt Bückeburg plant, in diesem Jahr die Sanierung und Umgestaltung des verrohrten Abschnitts des Mühlengrabens im Ortsteil Meinsen-Warber umzusetzen.

Vor Beginn der Maßnahme muss allerdings der Rat der Stadt Bückeburg über eine überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 290.000 Euro entscheiden, wie jetzt in einer Pressemeldung der Verwaltung deutlich wurde.

Politik muss erneut zustimmen

Der Mühlengraben erfüllt heute überwiegend die Funktion der Niederschlagswasserableitung. Untersuchungen der vorhandenen Verrohrung hatten bereits im Jahr 2020 erhebliche Schäden festgestellt. Rohrbrüche, offene Fugen, Wurzeleinwuchs und Rohrversätze machen eine grundlegende Erneuerung der Anlage erforderlich. Nach umfangreichen Voruntersuchungen und der Prüfung verschiedener Varianten hatte sich die Politik für eine Neuordnung der Entwässerung durch eine durchgehende Verrohrung ausgesprochen.

Im Rahmen der weiteren Planung wurden die von einem Fachbüro ursprünglich ermittelten Baukosten von rund 338.000 Euro nun konkretisiert. Die aktuelle Kostenberechnung beläuft sich nach Angabe des Fachbüros nunmehr auf etwa 594.000 Euro brutto. In einem ungünstigen Fall können zusätzliche Kosten für den Umgang mit einer bestehenden Winkelstützwand entstehen.

Umgestaltung soll nun über eine halbe Million Euro kosten

Die Kostensteigerung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, die erst im Verlauf der detaillierten Planung und der Baugrunduntersuchungen bekannt wurden, heißt es in der Mitteilung: „So liegen inzwischen umfangreiche Ergebnisse aus einem Bodengutachten vor. Diese zeigen, dass in Teilen des Baufeldes mit Bauschuttresten, Ziegeln, Betonbruch und Auffüllungen zu rechnen ist. Ein Teil des Bodens ist zudem als belastetes Material eingestuft und muss aufwendig entsorgt werden.“

Darüber hätten haben die vertieften Planungen neue Erkenntnisse über die örtlichen Gegebenheiten ergeben. Dazu zählen insbesondere die tatsächliche Lage und Tiefenführung der vorhandenen Leitungen sowie die Gründungssituation im Bereich des ehemaligen Mühlengebäudes: „Diese Rahmenbedingungen machen größere Baugruben, umfangreichere Erdarbeiten sowie zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich.“

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Auch die geplante Wiederherstellung der Oberflächen wurde konkretisiert. Während ursprünglich lediglich die unmittelbar betroffenen Bereiche berücksichtigt wurden, sollen nun größere Flächen erneuert werden. Zudem ist statt einer Pflasterwiederherstellung eine Asphaltierung vorgesehen, was ebenfalls zu höheren Kosten führt.

Um die Mehrkosten zu begrenzen, wurden verschiedene Einsparmöglichkeiten geprüft und alternative Ausführungsvarianten berechnet. Die Verwaltung empfiehlt demzufolge eine angepasste Planung, die insbesondere auf zusätzliche Asphaltflächen verzichtet und vorhandene Pflasterflächen nach Abschluss der Arbeiten wiederverwendet.

Bauarbeiten verschieben sich in den Herbst

Da die Maßnahme aufgrund der fortgeschrittenen Zeitplanung nicht mehr im Sommer umgesetzt werden kann, ist die Ausführung nun für den Herbst 2026 vorgesehen. Die Stadt wird die Arbeiten eng mit den betroffenen Anliegern und Nutzern der angrenzenden Flächen abstimmen.

„Mit der Sanierung soll die langfristige Funktionsfähigkeit der Entwässerungsanlage sichergestellt und der Unterhaltungsaufwand künftig reduziert werden“, schließt die Verwaltung ihre Bekanntgabe.

Mehr zum Thema Mühlengraben lesen Sie im Archiv: MÜHLENGRABEN

(pr)

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