Erleichterung in Rinteln: Weltkriegsgranate erfolgreich gesprengt
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(Rinteln) Die Einwohner der Weserstadt konnten am Montagnachmittag aufatmen. Gegen 16:30 Uhr, und damit deutlich früher als um 18 Uhr geplant, wurde die Weltkriegsgranate kontrolliert gesprengt, die auf einem Gartengrundstück in der Stoevesandtstraße gefunden wurde.

Rund 350 Menschen aus dem Radius rund 300 Meter um den Fundort dürften sich den Montag anders vorgestellt haben. Das gilt auch für die zahlreichen Einsatzkräfte der Polizei, der örtlichen Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des THW und des DRK, sowie auch die Experten des Kampfmittelräumdienstes. Und sicherlich auch für den Grundstücksbesitzer, auf dessen Fläche die britische 3,7 Inch-Sprenggranate, ein explosives Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg, gefunden wurde.

Ein Krisenstab wurde eilig einberufen, die Aula des Ernestinums zur Sammelunterkunft auserkoren. Kindergarten, Grundschule, Baumarkt, zahlreiche Wohnungen und Häuser – sie mussten schnellstens evakuiert werden. Ältere und kranke Menschen, Haustiere, auf alle musste Rücksicht genommen werden und Einsatzkräfte der hiesigen Polizei und der angeforderten Polizeikräfte aus dem Umkreis gingen immer wieder von Haustür zu Haustür um zu überprüfen, ob auch alle ihre Wohnungen verlassen hatten. Die Stadt hat spontan einen Bustransfer eingerichtet für alle, die es mit eigenen Mitteln nicht aus dem Sperrgebiet schaffen würden.

Rund 30 mit Sand gefüllte BigBags wurden mit Hilfe von THW-Baggern rundherum um das Projektil platziert, das bei Erdarbeiten gefunden worden war und bei dem seit heute Vormittag Klarheit herrschte: Ein Abtransport kommt nicht in Frage. Zu groß war die Gefahr, dass das stark verrostete und im Laufe der Zeit verwitterte Geschoss beim Bewegen in die Luft fliegen und Menschen verletzen würde.

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Was übrig blieb: Ein Haufen riesiger Sandsäcke als Schutzschild gegen die Auswirkungen der Explosion.

Der eingeplante Zeitpuffer zahlte sich aus: Deutlich früher als um 18 Uhr konnten die Einsatzkräfte die erfolgreiche Räumung des Gebiets vermelden, der Sprengmeister konnte sein Werk vollenden. Von der Sprengung an sich gibt es naturgemäß keine Fotos oder Videos, doch Ohrenzeugen berichteten von einem leichten Beben des Erdbodens.

Der überdimensionale Schutzschild aus Sandsäcken hat seine Arbeit vorbildlich getan und sowohl die Detonation als auch Metallsplitter erfolgreich eingefangen. Lediglich ein paar zusammengesackte BigBags zeugen noch von der Explosion, die sich unter ihnen zugetragen hat. Zu Schäden an umliegenden Gebäuden kam es dem Vernehmen nach nicht und so gab die Pressestelle bereits kurz nach 16:30 Uhr Entwarnung: Die Sprengung war erfolgreich verlaufen, alle Anwohner konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren, sämtliche Absperrungen wurden sofort entfernt.

Was bleibt, ist ein Haufen Sandsäcke, die der städtische Bauhof demnächst abtransportieren wird und große Erleichterung bei allen Beteiligten: Rinteln kann aufatmen.

(vu; der Artikel erschien zuerst auf Rinteln-Aktuell.de)

Der Newsticker zum Granatenfund in Rinteln zum Nachlesen:

 

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