(Wendthagen-Ehlen) Mit dieser Feststellung fasste Pastor Dirk Bangert seine Predigt für den Sonntag „Rogate“ zum Thema „Beten“ in der gleichnamigen Kirche in Wendthagen zusammen.
„Hier (in der Kirche) berauscht sich auch niemand an seinem übergroßen orangenen Ego, hier gilt einzig: Menschsein reicht!“

Er ging mit einem Lächeln im Gesicht auf fünf anwesende rüstige Gemeindeglieder zu. „Und hier sind sie!“ Gemeint waren die fünf noch lebenden Gnadenkonfirmanden die in den Jahren 1955 und 1956, also vor 71 bzw. 70 Jahren in Wendthagen erstmals konfirmiert wurden. Grete Kaiser und Erwin Tolloch sogar noch 1955 im damaligen Kino „Berglichtspiele Wendthagen“ und ein Jahr später Karin Herde, Rosemarie Schaper und Dagmar König in der noch nach frischer Farbe riechenden neu gebauten Rogate Kirche.

Ihre spannenden Erzählungen über ihre und die Geschichte der jüngsten, jedoch letzten Kirchenneugründungen einer Kirchengemeinde in der ev.-luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe brachten ihnen bei den vielen Besucherinnen und Besuchern des Gottesdienstes und der großen anschließenden Geburtstagsfeier viel Aufmerksamkeit. Allen voran bei dem amtierenden Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf.

Und wieder machten praktisch alle Akteure der Gemeinde mit, allen voran die Mitglieder des Gemindekirchenrates, unter ihnen Ortsbürgermeister Michael Koller und der Präsident der Schaumburger Landschaft Karsten Becker, der Posaunenchor Wendthagen/Sülbeck unter Leitung von Christian Müller, die Organistin Nadine Wehling, der Musikzug der Feuerwehr Stadthagen, die Helfer des Verkehrsvereins Wendthagen und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren „Feuerwehr Bergkette“ und Wendthagen-Ehlen.

Die Grußworte des Landkreises Schaumburg, vertreten durch den stellvertretenden Landrat Horst Schwarze, und der Stadt Stadthagen überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Stadthagen, Ulrike Koller.

Ein Schmunzeln bei einigen Geburtstagsgästen zauberte eine kleine Maus, die sogenannte Kirchenmaus. Nach dem Gottesdienst eilte sie schnurstracks aus der Kirche in Richtung des schmackhaften, großen Kuchenbuffets. Ob sie sich bedienen konnte, diese Frage bleibt bis heute unbeantwortet.
(pr; Fotos: Bernd Koller)






