(Bückeburg) Gemeinsam ist man immer stärker – das haben auch die Bückeburger Sportvereine schon lange verstanden.
Im Forum der Bückeburger Sportvereine wird gemeinsam getagt, sich ausgetauscht und werden Kräfte gebündelt. Eines der größten und wichtigsten Projekte der vergangenen Zeit: die Neugestaltung der Sportlerehrung. Doch auch darüber hinaus gibt es zahlreiche Herausforderungen für den Verienssport, die sich leichter gemeinsam meistern lassen.
Im ihrer jüngsten Delegiertenversammlung wurde die aktuelle Lage sondiert und sich über Wichtiges ausgetauscht – allen voran, wie die „neue“ Sportlerehrung aussehen wird und wie die Ausgezeichneten ausgewählt werden. „Die Veranstaltung soll insgesamt aufgewertet werden und die sportlichen Erfolge in einem ansprechenden Rahmen würdigen. Dass ist die Gelegenheit zu zeigen, was so in den Vereinen los ist und welche Erfolge gefeiert werden konnten – auch kleine Erfolge, nicht nur die großen, immer gleichen Leistungsträger. Zudem ist die Sportlerehrung gleichzeitig ein gutes Werkzeug, um die Vereine und ihre Arbeit bekannter zu machen“, konstatiert Vorsitzender Martin Brandt, zugleich Präsident des VfL Bückeburgs. (zur Neugestaltung der Sportlerehrung folgt ein gesonderter Artikel auf SHG-Aktuell.de )
Herausforderungen im Vereinssport
In seinem Bericht machte Martin Brandt deutlich: Der Vereinssport steht weiterhin vor großen Aufgaben: Ohne Ehrenamtliche ist der Vereins- und Trainingsbetrieb oft nicht aufrechtzuerhalten – an Freiwilligen, die bereit sind, ihre Freizeit zu investieren, mangelt es aber immer häufiger.
Zwar gebe es im Jugendbereich viel Zulauf an Mitgliedern und jungen Spielern, aber gerade im Seniorenbereich wird es oft schwer, spielfähige Mannschaften aufzustellen. Immer mehr Vereine müssen sich zusammentun, fusionieren oder zumindest zusammenarbeiten, um spielfähig zu bleiben. „Umso wichtiger ist es, dass wir diesen Herausforderungen gemeinschaftlich begegnen“, fasste Brandt zusammen.
Dass dies in Bückeburg gut funktioniert, ist auch der Forumsarbeit zu verdanken – damit dies auch weiter reibungslos funktioniert, stand turnusgemäß die Neuwahl des Vorstandes auf der Agenda. Dieser wurde komplett wiedergewählt: Nicole Lemm bleibt Geschäftsführerin, Martin Brandt Erster Vorsitzender, Heiner Spannuth Zweiter Vorsitzender, Darüber hinaus wurden Jan-Philipp Warnecke, Friedhelm Winkelhake, Christian Förster und Axel Bode erneut in den Vorstand gewählt.

Stadt versteht sich als Partner des Sports
„Sport ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Lebens, in den Vereinen wird Integration und Begegnung gelebt – dafür gebührt den Vereinen und Ehrenamtlichen unser Dank. Ohne Sie wäre das vielfältige Sportangebot der Stadt nicht möglich, dieses Engagement verdient Anerkennung. Die Stadt versteht sich als Partner des Sports, auch wenn die Herausforderungen nicht kleiner werden“, stellte Bernd Meier heraus. Er versicherte, dass die Stadt auch weiterhin den Sport fördern werde, appellierte aber an die Vereine, Bedarfe möglichst früh, mit einem Jahr Vorlauf, anzumelden, damit diese in die Haushaltsberechnungen einfließen könnten. „Aber wenn es irgendwo brennt, finden wir auch kurzfristig eine Lösung“.
Als Partner des Sports will die Stadt auch künftig keine Hallennutzungsgebühren erheben, aber den Nutzungsplan bald an die veränderten Bedarfe anpassen. „Dafür brauchen wir Sie“, machte Meier deutlich. Ebenfalls erfreulich: Die Sportgutscheine für Kinder ab sechs Jahren, die in Bückeburg wohnhaft sind, sollen trotz niedriger Resonanz erhalten bleiben. Die Stadt sponsert dabei für Kinder ein Jahr lang eine Mitgliedschaft in einem Sportverein der Wahl. „Das ist gut investiertes Geld, mit überschaubarem Aufwand“, ist sich auch Martin Brandt sicher.
(Text & Foto: nh)




