Autohaus in Flammen: Feuerwehr-Großeinsatz in Porta Westfalica
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(Porta Westfalica) Ein massives Aufgebot an Rettungskräften forderte am Dienstagmittag ein Brand im Portaner Ortsteil Barkhausen. Gegen 12:34 Uhr wurden die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Porta Westfalica zum Autoforum Wiegers am Erbeweg gerufen. Was als Werkstattbrand begann, entwickelte sich zu einem Großfeuer, das die Einsatzkräfte über Stunden forderte.

Schnelle Brandausbreitung und Durchzündung

Nach Berichten von Zeugen brach das Feuer während laufender Arbeiten in der Kfz-Werkstatt aus. Eigene Löschversuche der Belegschaft blieben ohne Erfolg. Bereits während der Anfahrt der ersten Kräfte war eine schwarze Rauchsäule weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar. Kurz nach Eintreffen der Feuerwehr kam es zu einer sogenannten Durchzündung. Die Flammen erfassten daraufhin die gesamte Werkstatt, zwei Annahmegaragen sowie die Waschanlage.

Strategische Brandbekämpfung unter Atemschutz

Einsatzleiter Fabian Schulte koordinierte den Angriff mit zahlreichen Trupps unter schwerem Atemschutz. Ein besonderer Fokus lag auf dem Schutz der angrenzenden Gebäudeteile. Der Verkaufs- und Ausstellungsbereich konnte durch bauliche Trennungen und gezielte Riegelstellungen gehalten werden. Auch ein im Bau befindlicher Trakt inklusive Reifenlager blieb von den direkten Flammen verschont, wenngleich Rauch und Löschwasser auch dort Schäden verursachten. Zwei Drehleitern kamen zum Einsatz, um das Feuer von oben mit Wenderohren zu bekämpfen.

Warnung der Bevölkerung und ABC-Einsatz

Da in den Werkstätten Öle, Lacke und andere Betriebsmittel lagerten, kam es immer wieder zu Knallgeräuschen. Eine dichte Rauchwolke zog über die B65 in Richtung Minden. Über die Warn-App NINA wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Messzug NRW führte im Stadtgebiet von Minden kontinuierlich Schadstoffmessungen durch, konnte jedoch für das nahegelegene Klinikum Entwarnung geben.

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Einsturzgefahr und Nachlöscharbeiten

Im Verlauf des Einsatzes stürzten Teile des Werkstattdaches ein, was ein Betreten der Hallen unmöglich machte. Um hartnäckige Glutnester zu ersticken, leiteten die Wehrleute gegen Nachmittag einen massiven Schaumangriff ein. Da das Löschwasser massiv mit Betriebsstoffen kontaminiert war, musste der städtische Abwasserbetrieb mit Pumpwagen anrücken, um eine Gefährdung der Umwelt zu minimieren.

Gegen 16:30 Uhr konnte ein Großteil der 140 Helfer den Einsatzort verlassen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

(pr/Fotos: Feuerwehr Porta/Michael Horst)

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