(Wölpinghausen) Als lebendige Repräsentanten der regionalen Kulturgeschichte und kulturelle Botschafter unternehmen 20 Mitglieder des Infanterieregiments Graf Wilhelm der Weckbatterie Wölpinghausen e.V. vom 10. bis 17. April eine besondere Reise nach Portugal.
Ziel ist es, die Spuren des Grafen Wilhelm zu Schaumburg-Lippe in Elvas und Lissabon zu erkunden und die enge historische Bindung zwischen Schaumburg-Lippe und dem portugiesischen Land frisch zu beleben.
Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724–1777), ein Pionier der militärischen Aufklärung, war maßgeblich an der Abwehr gegen die Spanier im sogenannten „Guerra Fantastica“ (Der fantastische Krieg) in Portugal im 18. Jahrhundert (1762) beteiligt. Seine innovativen Reformen revolutionierten das portugiesische Militär und prägten den Festungsbau nachhaltig – allen voran durch den Bau des Forte de Nossa Senhora da Graça in Elvas Portugal.
Ein bleibendes Symbol dieser Allianz ist der Gedenkstein, den die portugiesische Regierung am 2. Juli 1960 am Grab des Grafen Wilhelm im Schaumburger Wald aufstellen ließ und der bis heute seine Leistungen für Portugal ehrt.
Verein reist als kultureller Botschafter zu Wirkungsstätten Graf Wilhelms zu Schaumburg-Lippe
Der Reenactment-Verein, der sich als „lebendes Museum“ versteht, fühlt sich verpflichtet, solche historischen Orte eigenhändig zu besuchen. So kann er die Vergangenheit authentisch vermitteln und das Bewusstsein für die gemeinsame europäische Geschichte schärfen. Das Programm umfasst Erkundungen von Festungen, Museen und kulturellen Stätten, Treffen mit lokalen Persönlichkeiten sowie einen möglichen Besuch der Deutschen Botschaft in Lissabon.
Ein herausragendes Engagement leistet Vereinsmitglied Andreas Paul Schöninger: Er baut militärische und diplomatische Kontakte auf und begleitet die Gruppe als Fotograf und Pressebeauftragter, um die Reise eindrucksvoll festzuhalten. Die Reise soll im Anschluss medienwirksam dokumentiert werden.
„Diese Reise ist ein Projekt aus tiefem Herzen. Seit Monaten investieren unsere Mitglieder ehrenamtlich Zeit und Kraft, um als Botschafter unserer Region die geteilte Geschichte greifbar zu machen“, betont der Verein. Trotz erheblicher finanzieller und organisatorischer Hürden wird die Fahrt rein ehrenamtlich finanziert.
Förderanträge an die Stadt Bückeburg und die Schaumburger Landschaft sind eingereicht: „Für die Realisierung dieser besonderen Kulturreise hat der Verein bereits detaillierte Förderkonzepte bei der Schaumburger Landschaft e.V. sowie der Stadt Bückeburg eingereicht. Die entsprechenden Förderanträge befinden sich derzeit noch in der Abstimmung. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir mit Unterstützung dieser starken regionalen Partner ein wichtiges Stück lebendige Geschichte für die Öffentlichkeit bewahren können.“ erklärt der Verein.
Bereits an Bord als Unterstützer mit kleineren Förderbeträgen sind die Stadt Sachsenhagen, die Samtgemeinde Sachsenhagen und der Bürgermeister von Wölpinghausen. Weitere lokale Förderer stärken das Vorhaben, ergänzt durch die wertvolle Unterstützung portugiesischer Partner in Form von Kontakten und lokaler Kooperation.
Bückeburges Bürgermeister Axel Wohlgemuth plant dem Verein zufolge, die Delegation im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Elvas zu begleiten.
Durch diese Initiative soll die Bande zwischen Schaumburg und Portugal gefestigt und die europäische Geschichtstradition breiter bekannt gemacht werden, so der Verein abschließend.
(pr/Fotos: pr)









