(Minden) Schreckmoment für die Müllwerker der Städtischen Betriebe Minden (SBM): Am Donnerstagmorgen, den 12. Februar, endete die Tour eines Abfallsammelfahrzeugs abrupt, als das 19 Tonnen schwere Fahrzeug plötzlich im Asphalt einbrach.
Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Dankersen im Einmündungsbereich der Bruchstraße zur Breitenbachstraße.

Reifen versank 40 Zentimeter tief
Wie die SBM berichten, befand sich das Fahrzeug gerade am Anfang seiner Sammeltour. Beim Abbiegen musste der Fahrer aufgrund parkender Autos auf dem Bürgersteig eine Kurve fahren, als die Straßendecke unvermittelt nachgab. Das schwere Fahrzeug sackte auf der offenbar brüchigen Stelle rund 40 Zentimeter tief ein.
Die Situation war festgefahren im wörtlichen Sinne: Ein Reifen steckte tief im Loch, die Achse lag auf dem Asphalt auf. Ein Befreien aus eigener Kraft war nicht mehr möglich.

Aufwändige Bergung
Fachleute des Straßenbaus und der SBM-Werkstatt rückten umgehend an, standen jedoch vor einer Herausforderung, da die Straße drohte, weiter abzusacken. Zunächst versuchten die Einsatzkräfte, die Straße aufzuschneiden und den Asphalt rund um den Reifen zu entfernen. „Doch auch das reichte nicht aus, um wieder freizukommen“, schildert Jens Fricke, Leiter des Bereiches Abfallwirtschaft.
Zur Unterstützung wurde ein Abschleppunternehmen angefordert. Erst nachdem das entstandene Loch provisorisch mit Schotter aufgefüllt und mit Holzbohlen unterfüttert worden war, gelang die Bergung. Mit Hilfe des Abschleppwagens konnte der Müllwagen rückwärts aus der Gefahrenzone manövriert werden.

Keine größeren Schäden – Ursachenforschung läuft
Gegen 10:20 Uhr war das Fahrzeug wieder frei. Glück im Unglück: Am Müllwagen entstand kein größerer Schaden, sodass die Mitarbeiter ihre Tour in Dankersen im Anschluss fortsetzen konnten.
Nun beginnt die Ursachenforschung. Die SBM prüfen aktuell, warum der Untergrund an dieser Stelle nachgegeben hat. Die Konsequenzen für den Verkehr sind jedoch spürbar: Die Breitenbachstraße wurde unterhalb der Einmündung zur Bruchstraße voll gesperrt. Während Fußgänger die Stelle passieren können, bleibt der Bereich für Fahrzeuge voraussichtlich noch bis zum 20. Februar dicht.
(pr)




