(Bückeburg) Es ist nicht zu übersehen – und nicht zu überhören: Der zweite Bauabschnitt der Baumsanierung in der Langen Straße ist gestartet.
Vier Baumquartiere, im Bereich der Hausnummern 57 bis 61, werden in den kommenden Wochen neu gestaltet. Zügiges Arbeiten ist das gesetzte Ziel, Ende Februar möchten die beteiligten Unternehmen die Sanierung abgeschlossen haben. Schließlich steht die Außengastronomie im März bereits in den Startlöchern und die Abrechnung muss aufgrund der Fördergelder ja auch noch erfolgen. An der Sanierung beteiligt sind die Planer vom „o.9“-Landschaftsarchitekturbüro aus Minden, die Firma Gerber Garten- und Landschaftsbau aus Extertal sowie das Unternehmen Eichhorn Baummanagement aus Hörstel als Baumschutzfachliche Begleitung.

Bei einem Pressetermin erläuterte Landschaftsarchitekt Thomas Köhler die Vorgehensweise, bei der mit einem „Saugbagger“ das freigelegte Erdreich rund um die Bäume abgetragen wird. Zunächst sind die Pflastersteine von Hand entfernt worden.

Mit einem großen Schlauch samt rohrförmigem Endstück wird die Erde rund um die Baumwurzeln abgesaugt. Gleichzeitig wird der verdichtete Erdboden mit einer Pressluftlanze immer wieder aufgelockert, damit die Erde mit der großen Sauganlage entfernt werden kann.
In einem weiteren Schritt folgt der Eintrag von Substrat bis zu einer Tiefe von etwa 60 Zentimetern, damit die Wurzeln mit Nährstoffen versorgt sind und das Wachstum angeregt wird. Bereits am Mittwoch soll es soweit sein. Gleichzeitig bringen die Baumsanierer Rohre in verschiedenen Tiefen des Wurzelwerks ein. Damit wird eine bessere Belüftung und Bewässerung ermöglicht. Abschließend werden die Oberflächen gestaltet. Ein Baum erhält eine Sandsteineinfassung mit Staudenbepflanzung, die weiteren drei bekommen ein Baumrost installiert.

Trotz der niedrigen Temperaturen könne weitergearbeitet werden, so die Baumexperten. Auch Frost sei für die Wurzeln kein Problem, sie werden gewässert und über Nacht abgedeckt. Nur austrocknen dürften sie nicht und kalten Wind abbekommen. Falls es tagsüber eisig kalt bleiben sollte, könnte dies allerdings ein Problem für die Filteranlage im Sauger darstellen – die Filter verstopfen bei Frost. Das würde die Sanierung zeitlich zurückwerfen. Der Start musste bereits verschoben werden, das war wiederum der schneereichen Witterung geschuldet. Nun hoffen alle, dass die Sanierung pünktlich zum Saisonbeginn abgeschlossen werden kann und es in der Fußgängerzone mit sanierten Baumquartieren in den Frühling geht.
(Text & Fotos: vu)

Mehr zum Thema Baumquartiere:
Fördermittel für Baumquartiere in Bückeburg bewilligt: Nächste Bauabschnitte geplant





