(Bückeburg) Was man bisher nur aus Großstädten kannte, ist an Silvester nun auch im beschaulichen Bückeburg passiert: An Silvester wurde ein Fahrzeug der Feuerwehr Bückeburg mit Feuerwerkskörpern beschossen. Die Tat geschah im Rahmen eines Einsatzes, wie die Stadtverwaltung Bückeburg berichtet.
In einer Pressemeldung wird der genaue Ablauf an jenem Abend geschildert: „Im Verlauf des Abends wurde die Freiwillige Feuerwehr Bückeburg-Stadt zu einem Einsatz an der Parkpalette Bückeburg alarmiert. Von der Rettungsleitstelle wurde eine starke Rauchentwicklung, laute Knalle und Flammenschlag aus dem Parkhaus gemeldet.
Als der Kommandowagen als zuerst eintreffendes Fahrzeug zur Erkundung langsam an der Parkpalette vorbeifuhr, wurde das Fahrzeug aus dem Zufahrtbereich des Parkhauses mit Feuerwerk beschossen.
Der Fahrer stellte das Einsatzfahrzeug ab und beabsichtigte, die beiden anwesenden Personen zur Rede zu stellen, wobei diese in Richtung des DRK-Shops flüchteten und anschließend in der Dunkelheit verschwanden. Die sofort hinzugerufene Polizei konnte leider keine Feststellungen mehr treffen.“
Feuerwehr erkundet die Lage – und wird beschossen
Glück im Unglück: Der Feuerwehrmann blieb unverletzt, auch das eingesetzte Fahrzeug wurde nicht beschädigt.
„Mit dem Angriff auf Rettungskräfte, die ihre Freizeit für den Dienst an der Allgemeinheit opfern und zum Wohle unserer Bevölkerung handeln, ist nunmehr auch in Bückeburg eine Grenze überschritten worden. Dieses war in der Vergangenheit lediglich in Großstädten der Fall“, so die Verwaltung.
Der Schutz der Einsatzkräfte gegen verbale und körperliche Gewalt genieße höchste Priorität, heißt es weiter. Die Stadt Bückeburg hat deshalb Strafantrag gegen Unbekannt gestellt und hofft, dass die betroffenen Personen im Nachgang ermittelt und bestraft werden können. Seitens der Stadtverwaltung werden Zeugen der Tat darum gebeten, sich beim Polizeikommissariat Bückeburg oder der Stadt Bückeburg zu melden.
(pr/Archivfoto)




