„Leuchtturmprojekt der Partnerschaft zwischen den Soldaten und dem Bürgerbataillon“: Erfolgreiche Sammlung für Kriegsgräberfürsorge in Bückeburg
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(Bückeburg) Alljährlich zum Volkstrauertag begeben sich die Soldaten der Bundeswehr auf einen besonderen Weg:

Sie gehen von Tür zu Tür und sammeln für die Kriegsgräberfürsorge. Was manch einem wie aus der Zeit gefallen scheint, hat auch heute noch eine große Bedeutung: Zum einen geht diese jährliche Aktion gegen das kollektive Vergessen der Kriegsgefallenen, zum anderen ist es eine gute Möglichkeit, mit den Menschen in der eigenen Stadt ins Gespräch zu kommen. Seit einigen Jahren werden die Bundeswehrangehörigen dabei von Mitgliedern des Bürgerbataillons begleitet.

Rekordsumme ist zusammengekommen

In diesem Jahr war die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge ein voller Erfolg, konstatieren die beteiligten Akteure im Nachgang der Veranstaltung. Über 60 engagierte Personen, bestehend aus Soldaten des Standortes Bückeburg und Angehörigen des Bürgerbataillons, machten sich am Buß- und Bettag auf den Weg, um Spenden zu sammeln. Nach einer motivierenden Einweisung durch einen Vertreter des Volksbundes zogen die Teams durch die Straßen und führten zahlreiche positive Gespräche mit den Anwohnern.

Insgesamt 60 Angehörige der Bundeswehr waren am Buß- und Bettag unterwegs, um für den Volksbund zu sammeln.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Stolze 5.340 Euro wurden gesammelt, was einen neuen Rekord darstellt. Im Vergleich zum Vorjahr, als rund 4.500 Euro zusammenkamen, ist dies eine Steigerung von etwa 800 Euro. Diese Entwicklung zeige, dass das Bewusstsein für die Themen „Friedenssicherung und Erinnerungskultur“ in der Bevölkerung stark präsent ist, sind sich die Akteure sicher.

Institutionen ergänzen sich gegenseitig

„Das Zusammenspiel zwischen den Soldaten und den zivilen Bürgern, die in ihren Stadtvierteln gut bekannt sind, spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg dieser Sammlung“, stellt auch Stadtmajor Martin Brandt immer wieder fest. Bei der letzten Sammlung ohne die Beteiligung des Bürgerbataillons waren lediglich 1.400 Euro zusammengekommen. Dies verdeutlicht, wie wichtig die Gemeinschaft und die Partnerschaft zwischen Zivilisten und Militär für das Gelingen solcher Projekte sind. Nicht ohne Grund wird seit einigen Jahren die Partnerschaft der Bundeswehr zum heimischen Bürgerbataillon vertieft – so sehr, dass im Rahmen des diesjährigen Bürgerwchießens sogar eine Partnerschaftsurkunde unterzeichnet wurde. Beide Seiten können voneinander profitieren und sich in ihrem Wirken innerhalb der Gesellschaft ergänzen -wie bei der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge.

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Auch bei Amts- und Würdenträgern wurde gesammelt: Landesbischof Oliver Schuegraf beteiligt sich, hier mit Stadtmajor Martin Brandt.

Die Sammlung ist Teil einer langjährigen Tradition, die bereits seit 13 Jahren besteht. Jedes Jahr setzen sich Soldaten und Bürger engagiert für die Unterstützung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein. Diese Zusammenarbeit ist nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch ein Zeichen des Respekts und der Erinnerung an die Opfer von Kriegen. Unter dem Motto „Gemeinsam für den Frieden“ fördert der Volksbund die Erinnerungskultur und setzt sich für Frieden und gemeinsame Werte ein.

Mit den Bürgern über Frieden sprechen

Die positive Resonanz an den Haustüren war ein weiterer erfreulicher Aspekt der Sammlung. Viele Gespräche über Frieden, Erinnerung und die Bedeutung der Kriegsgräberfürsorge wurden geführt. „Diese Begegnungen stärken nicht nur das Bewusstsein für die Thematik, sondern auch die Bindung zwischen den Soldaten und der Zivilgesellschaft in Bückeburg“, so die Schlussfolgerung der Beteiligten.

Dabei steht nicht nur die gesammelte Summe im Mittelpunkt, es geht auch um die Begegnung mit den Menschen. Viele gute Gespräche wurden hier geführt.

„Die erfolgreiche Sammlung ist nicht nur ein finanzieller Erfolg, sondern auch ein Leuchtturmprojekt der Partnerschaft zwischen den Soldaten und dem Bürgerbataillon. Es zeigt, wie wichtig der Austausch zwischen zivilen und militärischen Akteuren für die Gesellschaft ist“, sagt Stadtmajor Brandt. Mit seinem Engagement möchte das Bürgerbataillon nicht nur die Verbindung zur Bundeswehr festigen, sondern auch ihr Profil als aktiver Akteur in der Zivilgesellschaft stärken.

Zeichen der Solidarität

Insgesamt ist die diesjährige Sammlung ein ermutigendes Zeichen für die Sensibilität der Menschen in Bückeburg für die Themen Frieden und Erinnerung. Die Zusammenarbeit zwischen Soldaten und Bürgern hat nicht nur zu einem Rekordergebnis geführt, sondern auch zahlreiche positive Begegnungen und Gespräche ermöglicht. Dieses Engagement wird sicherlich auch in den kommenden Jahren fortgeführt, um die wichtige Arbeit des Volksbundes zu unterstützen und das Bewusstsein für Frieden und Erinnerungskultur weiter zu fördern.

Die erfolgreichsten Sammler in diesem Jahr sind zufrieden mit ihrem Tagewerk.

(Text & Fotos: nh)

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