(Bückeburg) Wie bereits berichtet, kam es in der Innenstadt von Bückeburg zu einer Hausdurchsuchung aufgrund eines Falschgeldverdachts.
Die Polizei hat nun weitere Details veröffentlicht.
Bereits Anfang August 2025 hatte eine bislang unbekannte Person in einem Discounter in der Langen Straße in Bückeburg mit einer falschen 50-Euro-Banknote bezahlt. Die Banknote wurde als Fälschung erkannt und durch die Polizei sichergestellt.
Anhand der gesicherten Videoaufzeichnungen konnten zunächst keine Hinweise auf den Täter gewonnen werden. Ende August erschien der Beschuldigte jedoch erneut in dem Geschäft und wurde durch aufmerksames Personal wiedererkannt. Die herbeigerufene Polizei konnte die Identität des Mannes feststellen. Es handelt sich um einen 33-jährigen Bückeburger.
Nach weiteren Ermittlungen regte die Polizei eine Durchsuchung bei der Staatsanwaltschaft Bückeburg an. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Bückeburg Anfang Oktober einen entsprechenden Durchsuchungsbeschluss. Bei der Umsetzung wurden ein Mobiltelefon sowie rund 78.000 Euro Falschgeld beschlagnahmt.

Woher das Falschgeld stammt und ob es sich möglicherweise um „Filmgeld“ handelt, das auch bei Fernseh- und Kinoproduktionen zum Einsatz kommt, darüber machte die Staatswanwaltschaft Bückeburg auf Nachfrage keine Angaben. Man verwies auf die „laufenden Ermittlungen“. Zumindest das Foto der beschlagnahmten Geldscheine, das die Polizei im Nachgang veröffentlichte, legt die Vermutung nahe. Auf einer 20-Euro-Banknote ist die Aufschrift „Prop Copy“ zu sehen. Die 50-Euro-Scheine sind mit dem Schriftzug „PROP“ gekennzeichnet. Auf echten 50-Euro-Banknoten steht anstelle dessen „EURO“.
Bereits im Jahr 2020 berichtete das Bundeskriminalamt darüber, dass dieses sogenannte „Film-Geld“ oder „Movie Money“ immer häufiger beschlagnahmt werde. Seinerzeit waren rund die Hälfte aller Fälschungen 50-Euro-Scheine.




