Darum ist die Eisenbahnbrücke „Hoher Weg“ im Bückeburger Ortsteil Evesen gesperrt
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(Evesen) Die Eisenbahnbrücke „Hoher Weg“ im Bückeburger Ortsteil Evesen ist für den Fahrzeugverkehr gesperrt worden. Die Sperrung ist das Ergebnis einer regelmäßig zu erfolgenden Brückenhauptprüfung, so die Stadtverwaltung.

Fußgänger können die Brücke weiterhin nutzen. Für den Fahrzeugverkehr ist eine Umleitung über den Bahnübergang der Eveser Straße ausgeschildert.

„Die Notwendigkeit eines Ersatzneubaus der Eisenbahnbrücke Hoher Weg ist bekannt, mehrfach politisch beraten worden und daher in den Haushaltsplanungen berücksichtigt“, berichtet die Verwaltung in einer Mitteilung. Die Umsetzung sei jedoch auf entsprechende Sperrzeiten der Bahn angewiesen und war auf die Jahre 2025/2026 ausgerichtet. „Diese lange im Voraus zu planenden Sperrzeiten wurden von der Deutschen Bahn entgegen ursprünglicher Abstimmungen so nicht mehr zur Verfügung gestellt“, heißt es aus dem Rathaus weiter. Auf ein entsprechendes Angebot der Deutschen Bahn sei daher eine Generalsanierung der Brücke zuletzt in einem Zeitenkorridor von Juni 2027 bis Oktober 2028 in der Planung berücksichtigt worden.

Brückenzustand „nicht ausreichend“ und seit der letzten Hauptprüfung verschlechtert

Aus dem jetzt vorliegenden Prüfbericht der Ende Juni 2025 durchgeführten turnusgemäßen Brückenhauptprüfung ergibt sich für die Eisenbahnbrücke Hoher Weg mit einer Gesamtzustandsnote 3,4 ein nicht ausreichender Zustand. Der Bauwerkzustand hat sich gegenüber der letzten im Jahre 2019 ausgeführten Hauptprüfung verschlechtert. Deutliche Schadensausweitungen seien festgestellt worden. Insbesondere die bereits seit 2019 angeordnete Traglastreduzierung von 7 Tonnen müsse sichergestellt werden. Weiter sind Unterhaltungsarbeiten wie Korrosionsschutz und das Entfernen loser Bestandteile notwendig.

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Allen Schildern zum Trotz ist die bestehende Gewichtsbeschränkung auf 7 Tonnen in der Vergangenheit häufig nicht beachtet worden, weshalb die Eisenbahnbrücke jetzt vorübergehend gesperrt ist. Die Sperrung erfolgt bis zur kurzfristigen Umsetzung einer Maßnahme zur Verkehrslenkung und –sicherung, durch die eine Einhaltung der Lastbeschränkung auf 7 Tonnen künftig sichergestellt wird.

Die Stadt Bückeburg stellt ebenfalls klar: „Dieses ist keine dauerhafte Maßnahme“. Kurzfristig werde man Alternativen zur nun eingerichteten Vollsperrung prüfen. „Dies insbesondere mit dem Ziel, durch bauliche Maßnahmen eine Befahrung der Brücke mit Fahrzeugen unter 7 Tonnen wieder zu ermöglichen.“

Vor dem Hintergrund des Ergebnisses der jetzigen Brückenhauptprüfung wird mit Fachfirmen sowie mit der Deutschen Bahn die weitere Verfahrensweise einschließlich der festgestellten notwendigen Unterhaltungsarbeiten geklärt.

(pr)

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