(Bückeburg) Viel los war am Samstag in der Bückeburger Begegnungsstätte, denn die Bückeburger Künstlerin Nicola Deters hatte zur Vernissage ihrer neuen Ausstellung „Mixed Media“ geladen.
Diesem Ruf waren viele Besucher, Freunde und Kunstinteressierte gefolgt – zu sehen gibt es noch bis Ende August mehr als drei Dutzend Werke zu bestaunen, die Inspirationsspielraum lassen und so zum Nachdenken anregen.
Um den für eine Ausstellungseröffnung in der Begegnungsstätte recht ungewöhnlichen Termin hatte die Künstlerin selbst gebeten, damit möglichst viele daran teilnehmen können – eine weise Entscheidung, denn die Räumlichkeiten der Begegnungsstätte waren sehr gut besucht. Das freut die Künstlerin und auch Begegnungsstätten-Leiterin Manuela Weber: „Nicola hat eine gute Energie und Ausstrahlung und auch die Arbeiten sind dementsprechend. Wir sind immer auf der Suche nach etwas anderem und besonderen und freuen uns daher sehr, dass wir diese Ausstellung zeigen können“.

Albert Brüggemann als Vertreter des Bürgermeisters zeigte sich in den Begrüßungsworten ebenfalls angetan von der Mixed-Media-Kunst: „Wir sind stolz, dass Frau Weber sie hierher geholt hat. Eine ganz tolle Kunst – nicht verkrampft und mit viel Interpretationsspielraum. Man kann immer etwas anderes erkennen, das finde ich großartig“.
Dabei ging Brüggemann im Vorfeld in die Recherche über die Künstlerin Deters und entdeckte auf ihrer Homepage die Assoziationen und Emotionen, die ihr kommen, bevor sie ein Bild beginnt: „Mutig sein, gestalten, experimentieren, erleben, behutsam sein, selbstvergessen, aber auch: verwerfen! Ich weiß, sie Künstler sind nie zufrieden, wenn sie ihr fertiges Werk betrachten – aber das ist gerade der Reiz für uns, weil es Ihnen den Antrieb gibt, immer Neues zu schaffen“, so Brüggemann abschließend.

Die Künstlerin selbst zeigte sich zwar aufgeregt, aber auch sehr glücklich über die Möglichkeit, in der Begegnungsstätte ausstellen zu dürfen: „Danke für die Worte, Hilfe und Unterstützung. Für meine Bilder verwende ich alles, was mir in die Finger kommt – Strukturpaste, Mamor- und Kaffeemehl, Rinde, Sand, Holz und vieles mehr. Dabei haben die Bilder bewusst einen Titel, denn jeder soll seine eigenen Assoziationen finden und entdecken. Wenn ich anfange zu malen, weiß ich nie, was auf mich zukommt. Oft lasse ich es länger liegen – ein Bild sogar mal fünf Jahre – , und wenn es mich überkommt, gehe ich wieder ran. Aber das Ergebnis steht ne vorher fest“, verrät Nicola Deters.

Und eines gibt sie den Ausstellungsbesuchern noch mit auf den Weg: „Ich bin auch bereit, mich von Bildern zu trennen“. Die Besucher der Vernissage nutzen sofort die Gelegenheit, die Werke Deters zu entdecken – wer es ihnen gleichtun möchte, kann die 27 Bilder bis Ende August während der regulären Öffnungszeiten der Begegnungsstätte betrachten.
(Text & Fotos: nh)






