Klinikum Schaumburg: Positives Ergebnis für 2024, steigende Patientenzahlen
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(Obernkirchen) Bei der Betriebsleitung des Schaumburger Klinikums ist man zufrieden mit dem Wirtschaftsjahr 2024.

Diana Fortmann, Geschäftsführerin, sagt: „Wir haben wieder etwas erreicht, was derzeit nur wenige Krankenhäuser in Deutschland schaffen: Wir haben das Wirtschaftsjahr 2024 mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen! Unsere Entwicklung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und in Schaumburg mit der Entscheidung zum Krankenhausneubau zukunftsorientiert gehandelt wurde“.

„Wir haben wieder etwas erreicht, was derzeit nur wenige Krankenhäuser in Deutschland schaffen“

2024 zu Jahresbeginn ist man eigenen Angaben zufolge nicht davon ausgegangen, dass ein positives Jahresergebnis erreicht werden kann. „Umso stolzer sind wir auf unser positives Ergebnis in Höhe von 728.000 Euro im Jahr 2024 und dass wir auch in das Jahr 2025 gut gestartet sind“, so Fortmann.

Als Gründe für die gute Entwicklung im Agaplesion Klinikum Schaumburg nennt die Geschäftsführung weiter zunehmende Patientenzahlen im stationären und im ambulanten Bereich, in der erfolgreichen Fachkräftegewinnung im ärztlichen (von 2018 bis 2024 ein Plus von 29 Vollzeitstellen) und pflegerischen Dienst (von 2018 bis 2024 139 Vollzeitstellen mehr) und dem finanziellen Zuschuss des Landkreises. Dieser beträgt 8 Millionen Euro für die Jahre 2023 bis 2025.

Fortmann ist überzeugt, dass „die positive Entwicklung in unserem Klinikum nicht zuletzt auch damit einhergeht, dass wir immer wieder versuchen, die Sicht unserer Patienten einzunehmen und hier, neben der Zufriedenheit aller Mitarbeiter, einen besonderen Fokus setzen.“

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Man stehe jedoch, wie alle Kliniken bundesweit, vor einigen Herausforderungen und man blicke nicht ohne Unsicherheiten auf das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) oder die geplante Notfallreform. Beide Gesetzesvorhaben sollen am Ende die Qualität der Behandlung für die Patienten verbessern, doch an vielen Punkten herrschen Unklarheiten und Herausforderungen: „Der Reformbedarf im deutschen Gesundheitswesen, speziell im Krankenhaussektor, ist hoch. Als Schaumburger Klinikum sehen wir uns gut aufgestellt, besonders mit Blick auf unseren vielen Zertifikate, die die Qualität unserer medizinischen Leistungen auch extern bestätigen. Allerdings geben uns die aktuell geplanten oder sich in der Umsetzung befindlichen Gesetze und Reformen noch keinerlei finanzielle Sicherheit oder verlässliche Planungsgrundlage und auch keine Hoffnung auf den so dringend nötigen Bürokratieabbau“, ist Fortmann überzeugt.

Weiter steigende Zahlen in der Notaufnahme

Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Schaumburger Klinikums ist ein wichtiger Knotenpunkt. „Im Jahr 2024 hat unser Personal im Vergleich zum Vorjahr in der Notaufnahme 2024 knapp 2.800 Fälle mehr behandelt (32.942 im Jahr 2023 zu 35.741 im Jahr 2024)“, berichten Jörg Hake, Pflegedirektor, und Dr. Söhnke Theiß, Ärztlicher Direktor. „Ursprünglich ausgelegt ist unsere ZNA für 25.000 Notfallkontakte im Jahr, im Jahr 2025 werden wir wahrscheinlich schon bei 38.000 Notfallkontakten landen“, ergänzt der Technische- und Verwaltungsdirektor Dirk Hahne. Eine engere Verzahnung des ambulanten und stationären Sektors und eine effizientere Steuerung von Patienten in der Notfallversorgung ist deshalb für die Zukunft unheimlich wichtig. Hierzu Dr. Theiß weiter: „Natürlich behandeln wir alle Patienten, die zu uns in die Notaufnahme kommen. Nur ist es in der Notfallversorgung aber so, dass wir keine Termine vergeben können, sondern immer nach Erkrankungsschwere behandeln. Längere Wartezeiten entstehen automatisch, wenn viele Patienten mit ambulantem Behandlungspotential zu uns kommen. Es ist enorm, was das Personal in unserer Notaufnahme angesichts der täglichen Patientenzahlen leistet!“

Ein Plus von 16 Prozent bei ambulanten Operationen

Das Thema „Ambulantisierung“ ist auch mit Blick auf Operationen ein wichtiger Baustein der Zukunft. „Wir haben im Jahr 2024 insgesamt 20.500 Patienten stationär und 35.800 Patienten ambulant behandelt, bei den ambulanten Operationen verzeichnen wir eine Steigerung von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch in diesem Bereich haben wir frühzeitig zukunftsorientiert gehandelt und einen weiteren Raum für ambulante Eingriffe ausgebaut, der unter anderem von unserer Handchirurgie viel genutzt wird“, erklärt Dirk Hahne.

Von links: Jörg Hake (Pflegedirektor), Dr. Söhnke Theiß (Ärztlicher Direktor), Dirk Hahne (Technischer- und Verwaltungsdirektor) und Diana Fortmann (Geschäftsführerin).

„Unser Wirtschaftsjahr 2024 hat uns bestätigt, dass wir strukturell gut aufgestellt sind. Wir haben die Möglichkeit weiter zu wachsen, unser Leistungsangebot auszuweiten und den Schaumburgern einen gute und verlässliche Gesundheitsversorgung zu bieten. Mein Dank gilt unseren Gesellschaftern für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen sowie vor allem unseren Mitarbeitern. Ich bin stolz auf alle, die täglich ihr Bestes geben und so jeder Einzelne zum Erfolg unseres Klinikums beiträgt“, resümiert Geschäftsführerin Fortmann.

Diese Entwicklung und zukunftsfähige Perspektive hat nicht zuletzt auch Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi bei seinem Besuch im November 2024 bestätigt und honoriert. Voraussichtlich Ende 2025 wird der vom Land Niedersachsen geförderte DaVinci OP-Roboter im Schaumburger Klinikum einziehen und insbesondere in der Allgemein- und Vizeralchirurgie – hier hat der neue Chefarzt PD Dr. med. Kai Timrott bereits die Expertise als Konsolenchirurg – sowie in der Urologie das Operationsspektrum erweitern.

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