Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Stemmen-Levesen
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(Nienstädt) Ortsbrandmeister Markus Töpp begrüßte alle Kameraden und Gäste im Feuerwehrhaus in Stemmen zur Jahreshauptversammlung und ließ das Jahr Revue passieren.

Die Wehr besteht zurzeit aus 205 Mitgliedern, die sich in 16 aktive, 10 Altersabteilung, 1 Jugendfeuerwehr und 178 passive aufteilt. Zu 6 Einsätzen rückte aus, die sich in 4 Brandeinsätze, 1 Technische Hilfe und einen Fehlalarm. Somit war es für die Wehr ein durchschnittliches Jahr im Bezug auf die Einsätze. Eine Sonderstellung nimmt die Feuerwehr Stemmen-Levesen bei der Einsatzstellenhygiene ein. Die Hygieneeinheit der Samtgemeinde ist seit dem Frühjahr bei der Wehr stationiert und kam dieses Jahr schon dreimal bei Gebäudebränden zum Einsatz. Außerdem wurde eine Zug-Übung im Kindergarten in Hespe durchgeführt.

Die Wehr hat 21 Diensten im Bereich Ausbildungs-, Übungsdienst und Zug-Dienst 374 Arbeitsstunden geleistet. Um die Einsatzfähigkeit zu verbessern, wurden die KamaradInnen mit neuer persönlichen Schutzausrüstung ausgestattet und für das TSF-W erhielt die Wehr eine neue Tragkraftspritze.

Von links: Stellvertretender Gemeindebrandmeister Jan Schmöe, Gerhard Heitmeier, Ernst-Reinhard Gottschalk, Ortsbrandmeister Markus Töpp, stellvertretender Ortsbrandmeister Andreas Wobbeking.

Feuerwehren fusionieren

Ein großes Augenmerk liegt auf dem Gutachten „Zukunft der Feuerwehr“ der Samtgemeinde. Die Feuerwehr Stemmen-Levesen wird mit den Wehren Tallensen-Echtorf, Schierneichen-Deinsen-Baum und Hespe-Hiddensen fusionieren. In mehreren Sitzungen wurde über die Zukunft der Wehren gesprochen und einiges angeschoben. So ist ein Standort, für das neue Feuerwehrhaus, gefunden worden und im Jahr 2025 werden die Dienste, der vier Wehren, ausschließlich zusammen durchgeführt. „Wir haben viel geschafft und angeschoben, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns“ sprach Töpp. Er bedankte sich anschließend bei den anderen Wehren für die konstruktive, respektvolle und gute Zusammenarbeit.

Die Wehr richtete im letzten Jahr auch wieder mehrere Veranstaltungen, wie das Osterglühen und das Bosseltunier aus. Wobei das Bosseltunier hier einen besonderen Stellenwert einnahm. 12 Gruppen mit ca. 100 Teilnehmern nahmen daran teil.

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Langjährige Mitglieder geehrt

Im Rahmen der Versammlung wurden einige Kameraden geehrt und befördert: Florian Dolz und Michael Wöbbeking wurden zum 1. Hauptfeuerwehrmann befördert. Harald Aldag und Bernhard Ecke wurden für 25 bzw. 40 Jahre passive Mitgliedschaft geehrt. Ernst-Reinhard Gottschalk und Gerhard Heitmeier wurden für 60 Jahre passive Mitgliedschaft geehrt. Herbert Presser wurde für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft mit dem Abzeichen des LFV Niedersachsen für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jan Schmöe berichtete über das Dienst- und Einsatzgeschehen der Samtgemeindefeuerwehr. Zu 54 Diensten, 12 Brand, 38 technische Hilfeleistungen und 4 Fehlalarmen wurden die Feuerwehren alarmiert. „Auch ein kleines Feuer ist immer ernst zu nehmen“, so Schmöe und „deshalb ist es wichtig die Feuerwehr zügig zu alarmieren, denn nur so wird aus einem verbrannten Essen kein Wohnungsbrand“. Im Bereich der Ausbildung konnten wieder fast alle Lehrgänge angeboten werden. Die neue Modulare Grundausbildung erlaubt es innerhalb eines Monats die Einsatzfähigkeit für einen neuen Kameraden zu erreichen. Die Beschaffung neuer Einsatzkleidung wird im Jahr 2025 fortgeführt und die Digitalisierung vorangetrieben, so sind alle Wehren mit IPads ausgerüstet. Schmöe beendete seinen Vortrag mit dem Motto des Niedersächsischen Feuerwehrverbandes „Wichtiger denn je – Deine Feuerwehr“.

Von links: Jan Schmöe, Ortsbrandmeister Markus Töpp, Florian Dolz, Michael Wöbbeking, stellvertretender Ortsbrandmeister Andreas Wöbbeking.

Samtgemeindebürgermeister Stefan Kolb und Bürgermeister Uwe Grone richteten die Grüße von Rat und Verwaltung aus und bedankten sich bei den Ehrenamtlichen für ihre Einsatzbereitschaft. Beide sprachen über die großen Herausforderungen, die eine Fusion aus vier Feuerwehren mit sich bringt und lobten die sehr gute Zusammenarbeit mit den KamaradInnen. Kolb gab zusätzlich noch einen Ausblick auf die Beschaffungen der Samtgemeinde im Bereich der Feuerwehr, den geplanten Ablauf beim Bau der neuen Feuerwehrhäuser und die neue Satzung der Samtgemeindefeuerwehr.

Neues Samtgemeindezeltlager erst 2028

Die Samtgemeinde-Jugendfeuerwehr besteht aktuell aus 9 Jugendfeuerwehren mit 90 Jugendlichen und 6 Kinderfeuerwehren mit 77 Kindern, berichtete der stellvertretende Samtgemeinde Jugendwart Tim Wolters. Die Wehren haben mehreren verschiedenen Veranstaltungen, wie dem Winterwettbewerb, dem Samtgemeindewettberwerb und dem Kreis- Kinderfeuerwehr Zeltlager in Bad Nenndorf teilgenommen. Leider kann aufgrund von Baumaßnahmen auf dem Gelände der IGS-Helpsen in diesem Jahr kein Samtgemeindezeltlager durchgeführt werden. Da auch keine alternativen Flächen gefunden werden konnten wird es vermutlich erst 2028 ein neues Samtgemeindezeltlager geben, bedauerte Wolters.

(pr/Fotos: pr)

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