(Bückeburg) Nahezu ein ganzes Leben lang – 65 Jahre um genau zu sein – haben Karl Steinhof und Dieter Hübel dem VfL Bückeburg ihre Treue gehalten.
Dafür wurden diese beiden langjährigen Mitglieder im Rahmen der Jahreshauptversammlung sowie weitere langjährige Mitglieder und besonders verdiente Vereinsakteure ausgezeichnet.

Karl Steinhof und Dieter Hübel konnten diese beachtliche Zahl an Mitgliedsjahren nur erreichen, weil sie bereits im frühen Alter, als Kinder von rund zehn Jahren, in den Verein eintraten. Dass sie bis heute dem VfL ihre Treue halten, erfüllt wiederum Präsident Martin Brandt und den Vorstand mit Stolz: „Ihr habt euch vor 65 Jahren zum Verein bekannt und seid immer noch mit dabei. Lange habt ihr aktiv Fußball gespielt und wart auch danach immer wieder am Platz zu finden. Der Verein lebt von Menschen wie euch, die wirklich Anteil nehmen und Teil des Vereinslebens werden“.
Auch wenn nicht jeder von Kindesbeinen an im VfL aktiv sein konnte, schaffen es aber auch weitere Vereinsmitglieder auf eine stolze Anzahl an Mitgliedsjahren, für die es zu Recht Anerkennung vom VfL-Vorstand gab: Olaf Quest und Torda von Wallhofen wurden für 40 Jahre Treue zum Verein mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Andreas Bomba, Jens Pilzecker und Ulrich Sülflow wurden für ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft beim VfL geehrt – für den Präsidenten eine besondere Ehrung, da er mit beiden Erstgenannten einst gemeinsam für den Verein auf dem Bückeburger Rasen kickte.

Zudem ist es seit vielen Jahren gute Tradition, dass nicht nur langjährige Mitglieder, sondern auch jene mit besonderen Leistungen für den Verein – sportlich als auch ehrenamtlich – ausgezeichnet werden.
Zur „Sportlerin des Jahres“ wurde ein Mitglied ausgezeichnet, dass sich sowohl sportlich als auch ehrenamtlich beweisen hatte und in ihrer Sportart als großes Vorbild, nicht nur vereinsintern, fungiert. Svenja Reder feierte große Erfolge im Judo und nimmt, auch nachdem die sportliche Aktivität reduziert wurde, noch immer rege am Vereinsleben teil. So trainiert sie zudem junge Menschen im Judo und gibt Selbstbehauptungskurse für Kinder. Dafür hat der Vereinspräsident nur lobende Worte parat: „Svenja Reder ist für uns in vielerlei Hinsicht ein unverzichtbares Mitglied und glänzt sowohl mit ihren sportlichen Erfolgen – dafür wurde sie bereits 2010 zur Sportlerin des Jahres gekürt – als auch mit ihrem Einsatz als Trainerin sowie in der Finanzabteilung. So ein Engagement bringt auch die emotionale Verbindung zum Verein zum Ausdruck“.

Auch das männliche Pendant zu Reder hat sich mit überragenden sportlichen Leistungen im Laufen für den VfL verdient gemacht. Seit 2009 im Verein, kann er ein Highlight nach dem anderen für sich verbuchen und fungiert so als Paradesportler für seiner Altersklasse. Ob Marathon unter Tage, Gefängnismarathon oder Nürnburgringlauf – Manfred Harmenings Beine scheinen niemals müde zu werden. Allein in diesem Jahr hat er sieben Kreisrekorde aufgestellt und organisiert nebenbei auch den Sparkassen-Schlosspark-Lauf mit. Daher wurde in diesem Jahr zu Recht Manfred Harms zum Sportler des Jahres gekürt. Und mit seinen hohen Ambitionen im Laufsport ist noch lange kein Ende in Sicht, wie der Geehrte selbst versichert: „Solange ich laufen kann, mache ich auch weiter“, so Manfred Harmening und betont, dass er diesen Preis stellvertretend für viele engagierte Mitglieder innerhalb der Laufsparte entgegennimmt. „Wir sind ein tolles Organisationsteam für den Schlossparklauf, allein 50 Helfer sind nötig für den Aufbau. Auch mit der Nordic Walking-Gruppe bilden die Läufer eine tolle Gemeinschaft, sodass ich mich geehrt fühle, für alle stellvertretend diese Anerkennung zu empfangen“.

Eine besondere Auszeichnung stellt zudem die des „Ehrenamtler des Jahres“ dar: In diesem Jahr hat sich der Vereinsvorstand für Dieter „Didi“ Krems entschieden, der sich mit seinem Engagement für den Verein unverzichtbar macht. Als Leiter der Budo-Abteilung engagiert er sich für die sportliche und organisatorische Weiterbildung. Hat viele Lehrgänge zum VfL geholt und ist selbst Träger von acht unterschiedlichen Lizenzen – „ein wahres Vorbild für die Budosportler im VfL“, wie Martin Brandt anerkennend konstatiert.
(Text & Fotos: nh)




