Sportliche Betätigung bei Kindern fördern: Forum der Bückeburger Sportvereine tauscht sich bei Delegiertenversammlung aus
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(Bückeburg) Lange kam dieses Forum nicht mehr in dieser Form zusammen, nun nutzen rund 12 Bückeburger Vereine die Möglichkeit, sich in der Delegiertenversammlung des Forums der Bückeburger Sportvereine über aktuelle Entwicklungen in der heimischen Sport- und Vereinswelt auszutauschen.

Was sie alle umtreibt: steigende (Energie-)Kosten, die Aufrechterhaltung des Sportangebots trotz dessen sowie die Nachwuchsgewinnung. Für letzteres zumindest steht ein Projekt der Stadt in den Startlöchern, die mehr Kinder zum Vereinssport bringen soll.

Einen Haken gibt es jedoch: Das Angebot der Stadt, ab dem kommenden Jahr Kindern ab sechs Jahren zu ihrem Geburtstag einen Gutschein über eine einjährige Mitgliedschaft in einem beliebigen Bückeburger Sportverein zu ermöglichen, schließe unter anderem die Schützenvereine aus – hier dürfen die Kleinen erst ab zehn Jahren „mitspielen“. Diese Benachteiligung wollte Kerstin Henke vom Schützenverein Bückeburg sowie Martin Brandt und Reinhard Luhmann so nicht stehen lassen und forderten von der Verwaltung, die in Person von Lennard Braun-Werdin vertreten war, eine Nachjustierung am Konzept.

Schützenvereine außen vor? Nachbesserung gefordert

Vorsitzender Martin Brandt blickte in seinem Bericht auf die vergangenen, von der Pandemie geprägten Jahre zurück und die daraus resultierenden Entwicklungen: „Die Einschränkungen im Sportangebot haben über längere Zeit die gewohnte Zahl an Neueintritten verhindert, demgegenüber stand eine erhöhte Zahl von Austritten“, so der Vorsitzende. Daraus resultieren sinkende Einnahmen, die in Bückeburg größtenteils durch die hohe Vereinstreue abgefedert werden konnten.

Einschränkungen verhindern Neueintritte

Die dramatisch steigenden Energiepreise bedrohen die Vereine und das Sportangebot erneut: „Ein erneuter, flächendeckender Ausfall wäre für die Vereine und die Gesellschaft eine Katastrophe!“, mahnt Brandt. Für nicht wenige Vereine könne ein erneuter Ausfall existenzbedrohende Dimensionen annehmen. Das Forum hoffe auf faire Lösungen mit der Politik. Braun-Werdin konnte für die Verwaltung hier berichten, dass die neuen Energiesparpläne nur geringe Vorgaben für Sportstätten beinhalten zur Absenkung der Temperaturen in Hallen, Sanitärräumen und Handwaschbecken. Die klare Aussage des Landkreises sei jedoch, dass die Aufrechterhaltung des Sportbetriebs oberste Priorität habe. „Das nimmt uns gewisse Sorgen, wir sind froh, dass es weitergeht“, konstatiert Brandt.

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Aufrechterhaltung des Sportbetriebs hat oberste Priorität

Turnusgemäß standen ebenfalls Neuwahlen des Vorstandes auf der Agenda: Zum Vorsitzenden wurde Brandt erneut gewählt, Nicole Lemm bekleidet ebenfalls weiterhin das Amt der Geschäftsführerin, Peter Möse, Axel Bode, Joachim Klöpper wurden erneut, Jan Phillip Warnecke und Friedhelm Winkelhake neu in den Vorstand gewählt.

Wilhelm Klusmeier, Vorsitzender des Sport- und Partnerschaftsausschusses, stellte sich dem Forum vor und erklärte, dass die Partnerschaften wieder belebt werden sollen: „Die Vereine waren damals das Rückgrat der Partnerschaft. Ich werbe aktuell für Kontakte zu Vereinen, um dies wieder zu stärken“.

Der frisch gewählte Vorstand des Forums stellt sich motiviert den kommenden Herausforderungen: (v.li.) Jan Phillip Warnecke, Martin Brandt, Nicole Lemm, Axel Bode, Joachim Klöpper, Friedhelm Winkelhake und Peter Möse.

Friedhelm Winkelhake kritisierte, dass Klusmeier sich nach einem Jahr noch nicht bei allen Vereinen vorgestellt habe: „Ich seh Sie heut das erste Mal, dabei haben wir auch Probleme bei uns (FC Hevesen, Anm.d.Red.) und mussten bereits Spiele absagen“. Klusmeier plane hingegen, dies nachzuholen und Ausschusssitzungen, wie kürzlich in Evesen, direkt in den Sportstätten auszuführen. „Den Appell zum partnerschaftlichen Austausch teile ich. Es ist wichtig, dass wir in der aktuellen Zeit zusammenhalten und uns organisieren“, so der Vorsitzende abschließend.

(Text & Fotos: nh)

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