Bückeburg: Schüler des Adolfinums überreichen 2000 Euro Spende an DRK
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(Bückeburg) Mit viel Eigeninitiative und Kreativität haben die Schüler des Gymnasiums Adolfinums Spendengelder zugunsten der Geflüchteten aus der Ukraine gesammelt. Insgesamt 2071 Euro konnten die Schülervertreter an Heidi Niemeyer vom DRK Kreisverband Schaumburg übergeben.

In Eigenregie haben die Schüler in nur drei Wochen diese Summe gesammelt. „Wir haben darüber nachgedacht und wollten etwas tun für die Geflüchteten aus der Ukraine. Schließlich haben wir selber auch Schüler aus der Ukraine hier am Gymnasium“, erläutern die Schülervertreter. Mit einer freiwilligen Spendensammlung am Ausgang der Schule, Durchsagen, einem Kuchenverkauf und den Spenden der Eltern kamen so mehr als 2.000 Euro zusammen.

Dabei war den Schülern besonders wichtig, wie das Geld verwendet wird. Da sie aktuell rund 15 Mitschüler am Gymnasium haben, die selbst aus der Ukraine geflüchtet sind, ist für sie der Einsatz der Spendensumme für Schulmaterialien für Geflüchtete nur folgerichtig. „Bildung ist der beste Weg, um sich zu integrieren“, so Leon Reichwage aus der 10. Klasse.

Kuchenverkauf und Spenden brachten über 2.000 Euro

Niemeyer, Leiterin und Koordinatorin der DRK-Tafeln in Schaumburg, berichtete vertretend für den Kreisverband von der aktuellen Situation des DRK und den Geflüchteten vor Ort: „Wir verzeichnen seit Monaten einen starken Zulauf bei den Tafeln, unter anderem gibt es in Stadthagen und Rinteln bereits Wartelisten. Wir sind voll am Limit, auch in der Herderschule hier in Bückeburg“. Dort sind Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht, sie bekommen eine Essensversorgung und werden bei Anschaffungen unterstützt. Zudem soll dort auch eine Art Begegnungscafé etabliert werden. Ebenfalls werden auch Deutschkurse organisiert. „Es ist erstaunlich, wie schnell manche sehr gut Deutsch erlernen“, berichtet Niemeyer.

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Den Wunsch der Schüler, die Spendensumme für Lehrmaterialien zu verwenden, kommt Niemeyer gerne entgegen und verspricht einen Einsatz direkt für die Geflüchteten in der Herderschule. Diesen Vorschlag konnten die Schüler begrüßen, schließlich tun sie selber auch alles, um die ukrainischen Schüler am Gymnasium so gut wie möglich willkommen zu heißen. SV-Beraterin Jana Allum berichtet, dass die neuen Schüler direkt von der Schule mit Starterpaketen ausgestattet worden seien und vor allen Dingen die Schüler sehr bemüht sind, die Neuzugänge, die oft ganz unvermittelt kommen, gut zu integrieren.

Von links: Björn Riemer, Jana Allum sowie die Schülervertreter Ali Al Hammoud, Leon Stemmler, Leonie Schröder und Leon Reichwage sowie Carolin Wille (re.) übergeben die Spendensumme an Heidi Niemeyer vom DRK Kreisverband (2.v.re.).

„Schön, dass ihr die Menschen hier so willkommen heißt. Es ist wichtig, dass ihr auch schon in eurem Alter die Türen so offen lasst. Das ist beispielhaft und von solchen jungen Mmenschen brauchen wir mehr“, lobt Heidi Niemeyer das Engagement. Auch SV-Beraterin Carolin Wille und Lehrer Björn Riemer sind sich einig: „Wir können stolz sein auf unsere Schüler“.

(Text & Fotos: Nadine Hartmann)

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