Weihnachtsmarkt in Stadthagen eröffnet: Glühwein und Leckeres nur mit 2G und Maske
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(Stadthagen/Bückeburg/Rinteln) Veranstalter von Weihnachtsmärkten haben es in diesem Jahr nicht leicht. Lange stand nicht fest, ob sie – nach der kollektiven Absage in 2020 – überhaupt wieder stattfinden dürfen. Dann erhielten sie in der Niedersächsischen Corona-Verordnung sogar einen eigenen „Weihnachtsmarkt-Paragraphen“ (Paragraph 11b). Viele Städte begannen mit dem Aufbau, darunter Stadthagen und Rinteln. In Bückeburg ist die finale Entscheidung dagegen noch nicht gefallen.

In Rinteln läuft der Weihnachtsmarktaufbau auf Hochtouren. Die Eröffnung ist am Freitag um 18 Uhr.

Dann wurde die Landesverordnung verschärft und aus der ursprünglichen 3G-Regelung für Weihnachtsmärkte wurde zunächst eine 2G-Regelung. Mit der neuen Verordnung, die seit dem 24.11. gilt, kam sogar eine Maskenpflicht hinzu. Abgenommen werden darf die Maske nur bei Verzehr von Speisen oder Getränken.

Und wenn Niedersachsen, was absehbar ist, in der nächsten Woche sogar in die Warnstufe 2 rutscht, gilt auf Weihnachtsmärkten die „2G plus“-Regel. Das bedeutet, die geimpften oder genesenen Weihnachtsmarktbesucher benötigen neben der Maske dann auch einen aktuellen, negativen Corona-Test. Angesichts solcher, immer höher gesetzten Hürden sprechen Branchenvertreter auch von einem „schleichenden Quasi-Verbot von Weihnachtsmärkten durch die Hintertür“.

Allen Widrigkeiten zum Trotz öffnete der Weihnachtsmarkt auf dem Stadthäger Marktplatz heute seine „Türen“. Bei nicht allzu winterlichen Temperaturen gab es Leckeres und Warmes für Leib und Seele, inmitten einer bunt geschmückten, kleinen aber feinen Weihnachtsmarktlandschaft. Der Stadtmarketingverein Stadthagen (SMS) hatte sich ins Zeug gelegt und fleißig dekoriert. Die Besucher nahmen das Angebot dankend an.

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Glühwein nur mit 2G. Auf dem Weihnachtsmarkt in Stadthagen gelten die Regeln der Niedersächsischen Corona-Verordnung.

Weit von jeglichem Zustand der Menschenansammlungen entfernt bummelten Gäste über den Marktplatz, stöberten und nahmen die eine oder andere Mahlzeit zu sich. Das ging freilich nur nach „2G-Kontrolle“. Also: Smartphone zücken, Impfnachweis in der App aufrufen, Ausweis vorzeigen und Bestellung aufgeben. Damit die Prozedur nicht an jedem Stand wiederholt werden musste, gab es ein blaues Bändchen fürs Handgelenk. Das wurde umgelegt und zusammengeklebt. Bei der nächsten Glühweinbestellung musste man nur noch den Arm in die Höhe recken. Die Standbetreiber erblickten das blaue Band und nickten zustimmend.

Und wer Glück hatte – wie der Besucher mit der Pizza in der Hand – kam sogar unverhofft zu seiner Corona-Impfung. Gegen 18 Uhr trat nämlich eine Mitarbeiterin des Corona-Impf- und Testzentrums aus dem ehemaligen dm-Markt vor die Tür und bot spontan noch verbliebene Biontech-Vakzine zur Verimpfung an. (vu)

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