Vier Mitglieder der Feuerwehr Gelldorf erhalten goldene Ehrenamtskarten
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(Obernkirchen) Vier Mitglieder der Ortsfeuerwehr Gelldorf bekamen jetzt im Beisein von Ortsbrandmeister Karsten Lichter vom Bürgermeister der Stadt Obernkirchen, Oliver Schäfer, die goldene Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen für ihr Engagement und den Einsatz für die Gesellschaft verliehen.

Thomas Molthahn, Candy Wirth, Taren-Haakon Hose und Thorben Fricke erhielten neben einer Anstecknadel und einem Kugelschreiber auch die unter Ehrenamtlichen begehrte, goldene Karte, die ihren Besitzern zu einer Reihe von Vergünstigungen bei Einrichtungen, Schwimmbädern, Einzelhändlern und Museen verhilft.

Schäfer dankte den Feuerwehrleuten und erinnerte daran, dass das Feuerwehrwesen in Niedersachsen – mit Ausnahme einiger Großstädte – eine ehrenamtliche Angelegenheit sei, die für die Kommunen hauptamtlich unbezahlbar wäre. Es gelte daher, den Enthusiasmus in den Nachwuchsabteilungen in die richtigen Bahnen zu lenken, um Kinder und Jugendliche später einmal in die aktive Wehr übernehmen zu können. Mitten in der Nacht aufstehen und zum Feuerwehreinsatz eilen, das lang geplante Familienwochenende zurückstellen, weil es bei einem Großbrand länger dauert. Alls das sind Situationen, die bei Feuerwehrleuten häufig vorkommen. Vieles, was Ehrenamtliche leisten, wird als nahezu selbstverständlich angesehen und ist dabei ein ausserordentlich wichtiger Dienst an der Gemeinschaft.

Von links: Bürgermeister Oliver Schäfer, Thomas Molthahn, Taren-Haakon Hose, Thorben Fricke, Candy Wirth und Ortsbrandmeister Karsten Lichter.

Für Ortsbrandmeister Karsten Lichter stellt sich die aktuelle Zeit als besondere Herausforderung dar. Ausbildungsbetrieb, Feuerwehrdienste, Übungen – coronabedingt ist alles auf Eis gelegt. Man sei nach wie vor bei Brandschutz und technischen Hilfeleistungen für die Bürger da, bekräftigt Lichter, den ersten Lockdown habe man als Feuerwehr gut überstanden. Dennoch befürchtet er, das lange Fehlen von Gemeinschaft und Verbindung werde gerade in Kreisen der Kinder- und Jugendfeuerwehr Spuren hinterlassen: „Die Herausforderungen werden nach der Corona-Zeit auf uns zukommen.“ Schließlich bedürfe es eines langen Atems, bis der Nachwuchs aus den eigenen Reihen bereit für die Einsatzabteilung sei. Es gelte, 10 bis 12 Jahre aktiver Jugendarbeit durchzuhalten. Wenn die Freundschaften und das Gemeinschaftsgefühl durch die Absage von Diensten und gemeinsamen Unternehmungen leiden, werde es nicht einfacher: „Das wird uns für Jahre treffen“. (vu)

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