Feuerwehr Bückeburg im Großeinsatz: Person aus Lebensgefahr gerettet
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(Bückeburg) In der Nacht zu Sonntag wurde die Ortsfeuerwehr Bückeburg-Stadt und die ELW-Gruppe der Stadtfeuerwehr gegen 1:10 Uhr mit der Meldung „B2 – Feuer Zimmer“ in die Windmühlenstraße alarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen Teile einer Wohnung im ersten Obergeschoss in Vollbrand. Das Feuer griff bereits auf den Dachstuhl des Mehrfamilienhauses über. Die Bewohner des Hauses und die Polizei informierten die Einsatzkräfte, dass eine Person noch in der Brandwohnung sei, alle weiteren hätten bereits das Haus verlassen.

Durch den Angriffstrupp vom LF 16/12 wurde umgehend mit der Menschenrettung in der Brandwohnung begonnen. Nach kurzer Zeit konnte der Trupp unter schwerem Atemschutz die Person in der Brandwohnung auffinden und diese aus der lebensbedrohlichen Situation retten. Der Rettungsdienst und Notarzt übernahm die weitere Versorgung und brachten die Person mit schweren Verletzungen ins Mindener Klinikum. Ein Rettungshubschrauber konnte aufgrund der Witterung nicht landen.

Nachdem die Menschenrettung durchgeführt wurde, begannen die Trupps im Innenangriff mit der Brandbekämpfung. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung, waren bereits Teile der Zwischendecke und einer Wand heruntergefallen und erschwerten den Trupps das Arbeiten im Inneren. Zusätzlich wurden die benachbarten Wohnungen kontrolliert, hierbei konnte ein Übergreifen der Flammen rechtzeitig verhindert werden. Eine Zwischendecke wurde durch die Einsatzkräfte mit Hilfe des Brechwerkzeugs und einer Säbelsäge geöffnet um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Insgesamt fünf Trupps unter schwerem Atemschutz kamen im Innenangriff zum Einsatz.

Da es bereits zu einem Übergriff in den Dachstuhl kam, wurde mittels eines Wasserwerfers vom Tanklöschfahrzeug 4000 das Feuer eingedämmt. Im Anschluss übernahmen Feuerwehrleute von der Drehleiter aus die gezielte Brandbekämpfung des Dachstuhls, welche sich aufgrund der Größe des Grundstücks als Schwierig erwiesen. Deshalb wurde die Feuerwehr Stadthagen mit ihrer Hubrettungsbühne nachalarmiert, um das Dach von der anderen Gebäudeseite zu kontrollieren und abzulöschen.

Im weiteren Verlauf wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte aufgeteilt und durch die ELW-Gruppe der Stadtfeuerwehr koordiniert, desweiteren unterstützten sie den Einsatzleiter bei seiner Arbeit.
Durch den hinzugerufenen Ordnungsamtsleiter der Stadt Bückeburg wurden die Bewohner in Notunterkünften untergebracht.

Während des Einsatzes wurde die Hygienekomponente der Stadtfeuerwehr alarmiert, um den eingesetzten Trupps neue Schutzkleidung zu geben und die kontaminierte Bekleidung der fachgerechten Reinigung zubringen.

Nach rund drei Stunden konnte „Feuer aus“ gemeldet werden und die rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst konnten die Einsatzstelle zur weiteren Ermittlungsarbeit an die Polizei übergeben. Im Feuerwehrhaus wurden bis in den frühen Morgen die benutzten Gerätschaften, sowie die Fahrzeuge gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht.

(Quelle & Fotos: Moritz Gumin, Stadtpressewart Feuerwehr Bückeburg)

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