Gutes Abendgeschäft nur bei gutem Wetter
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(Niedernwöhren) In Niedernwöhren in Gasthaus „Alter Krug“ traf sich der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) mit Gastronomen, die trotz Lockerungen der Maßnahmen, massiv von der Corona-Krise betroffen sind. „Wichtig war mir hier besonders, mit Inhabern der Landgasthausgastronomie zu sprechen, deren Haupteinnahmequelle Familienfeste sind“, so Beermann. „Die Menschen haben noch Angst“, ist sich Ernst-Wilhelm Gerland, der 1. Vorsitzende der Dehoga-Stadthagen-Land, sicher. Private Feiern werden deshalb vorsorglich aus Unsicherheit abgesagt, auch wenn sie bereits wieder durchgeführt werden könnten und er ergänz: „Das bringt weiterhin beängstigende Existenznöte mit sich, denn gerade Landgasthäuser leben von genau diesen Einnahmen“.

Ein zusätzliches gutes Abendgeschäft können die Gastronomen, wenn überhaupt, nur bei gutem Wetter verbuchen. Im Biergarten fühlten sich die Gäste sicherer und auch das Tragen des Mundschutzes entfällt. Dies ist ein Thema, dass immer wieder zu Unmut führt. „Aber die Gäste, die den Weg zu uns finden, überzeugen wir durch unsere Konzepte, dass die Angst in dieser Hinsicht unberechtigt ist. Nur so können wir die Leute animieren wieder die Gaststätten aufzusuchen“, weiß Agnieszka Schöttker, die zusammen mit ihren Mann Markus den „Alten Krug“ betreibt.

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„Auf dem Land wird es eh immer schwieriger und man kämpft um jeden einzelnen Gast“, so Schöttker. Erschwerend komme hinzu, dass Bundesländer unterschiedliche Corona-Regelungen festlegen und damit für noch mehr Verwirrung sorgen. „Es muss eine klare einheitliche Linie her – klar und kompakt. Das ist die einzige Lösung, um den Gästen die Unsicherheit zu nehmen“, so Gerland. „So einfach wie möglich und unmissverständlich, dann suchen die Leute uns auch auf“ – sind sich die Gastronomen sicher. Dem pflichtete Beermann bei: „Es besteht Handlungsbedarf, welchen ich mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann besprechen werde.“

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