Bückeburg: Schwerer Verkehrsunfall mit schwer verletzter Frau / Gaffer sorgen erneut für Schlagzeilen
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(Bückeburg) In der Nacht zum Samstag, wurde die Ortsfeuerwehr Bückeburg-Stadt und die ELW-Gruppe der Stadtfeuerwehr gegen 23.30 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person, zur Kreuzung Obertorstraße/Scheier Straße alarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen zwei PKW nach einem Zusammenprall seitlich der Kreuzung, während ein Fahrer selbstständig das Fahrzeug verlassen konnte, wurde die Fahrerin des zweiten PKW in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Ersten Informationen zufolge war eine 41-jährige Frau aus Löhne mit ihrem Seat Leon auf der Ulmenallee in Richtung Scheier Straße unterwegs und übersah offenbar den Kreuzungsbereich Obertorstraße, wo es zum Zusammenstoß mit dem Seat Ibiza eines 18-jährigen kam, der in Fahrtrichtung Hannoversche Straße unterwegs war.

Während sich der Rettungsdienst die Versorgung der Verletzten kümmerte, bereiteten die Besatzung vom Rüstwagens und des Löschgruppenfahrzeugs 16/12 (LF16/12) die Technische Rettung vor.

Hierzu wurde das Fahrzeug gegen weiteres Wegrollen oder Bewegen unterbaut und die nicht geöffneten Airbags mit einem Airbag-Sicherungssystem gesichert.

Im weitere Verlauf wurden dann die Türen und die B-Säule auf der Fahrerseite entfernt und das Dach vom Fahrzeug abgetrennt. Hierbei kamen beide Hilfeleistungssätze mit Schere und Spreizer zum Einsatz.

So konnten die Rettungskräfte die schwerverletzte Fahrerin rund 30 Minuten nach Alarmierung mittels Spineboard aus dem Fahrzeug retten und zur weiteren Behandlung ins Klinikum Minden bringen. Der Fahrer des ersten PKW wurde ebenfalls mit Verletzungen ins Klinikum gebracht.

Durch die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs (TLF 4000) wurde die Einsatzstelle vorsorglich mit einem zweiteiligen Brandschutz sichergestellt.

Im Einsatzleitwagen wurde der Einsatzleiter bei seiner Arbeit unterstützt und die Einsatzstelle koordiniert, ebenfalls wurde hierdrüber die Rettungskarte für die betroffenen Fahrzeuge herausgesucht. Diese kamen bei der Befreiung der Eingeklemmten zum Einsatz.

Ein sehr großes Problem gab es vor Ort mit den Gaffern. Schon beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen zahlreiche Passanten am Straßenrand mit ihren Handys in der Hand und filmten oder fotografierten die Einsatzstelle. Ebenfalls fuhr im weiteren Verlauf des Einsatzes ein PKW in die weiträumig abgesperrte Einsatzstelle.

Der Pressewart der Feuerwehr Bückeburg, Moritz Gumin hierzu: „Es ist mit Erschrecken festzustellen, dass das Problem mit den Gaffern nun auch immer mehr in Bückeburg zunimmt und die Besatzung des LF 8 komplett dazu eingesetzt werden musste, um Decken zum Schutz der Betroffenen hinhalten zu müssen.“

Im Anschluss der Rettung der Person wurde die Einsatzstelle weiträumig für die Ermittlungs- und Aufräumen arbeiten ausgeleuchtet. Des Weiteren unterstützte die Feuerwehr beim Aufräumen der Unfallstelle.

Nach rund zwei Stunden war der Einsatz für die 35 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst beendet und die Unfallstelle der Polizei übergeben werden. Insgesamt waren sechs Fahrzeuge der Feuerwehr sowie zwei Rettungswagen und ein Notarztwagen im Einsatz.

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