Auf, auf zu neuen Tönen: Blasorchester Krainhagen startet nach 15 Wochen Pause „Open-Air“-Probe
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(Krainhagen) „Übt schon mal lange Töne – und trainiert eure Gesichtsmuskeln…“, so lautete eine Nachricht vom Dirigenten an die BOK-Musiker. Das gab Grund zur Hoffnung: Hoffnung auf Proben, Hoffnung auf Open-Air-Musik?

Nach 15 Wochen Pause waren wohl bei einigen Musikern die Instrumente ein wenig eingestaubt und sollten nun nicht nur geputzt und poliert sondern auch gespielt werden. Zunächst mussten lange Töne ausgehalten werden, damit der sogenannte „Ansatz“ trainiert wird. Wobei ja eigentlich die Lungenkapazität trainiert wird. Aber Blas-Musiker meinen damit natürlich das Zusammenspiel von Lippenmuskulatur, Luft und Stütze, um die Fähigkeit, einen ausdauernden und klanglich angenehmen Ton zu erzeugen, auszubilden. Für die Atemmechanik ist übrigens auch die Atemhilfsmuskulatur von entscheidender Bedeutung: und damit ist die Bauchmuskulatur gemeint.

Und nachdem jede Musikerin und jeder Musiker das private Probenspiel wieder aufgenommen hatte, konnte nun die aktive Probenphase von zunächst kleineren Gruppen starten.

Letzten Freitag war es dann soweit: Bei strahlendem Sonnenschein wurde wieder „In echt“ gespielt – mit ausreichendem Abstand, perfektem Hygienekonzept und Einbahnstraßenregelung beim „Stühleholen“. Erst kam das Holz-Register dran, danach folgte das Blech – und dazwischen eine längere Pause zum Wechseln.

Alles nicht ganz einfach – aber in diesen besonderen Zeiten geht es nicht anders. „Hauptsache, wir sehen uns alle wieder, pflegen die Geselligkeit, spielen ein paar Noten und fangen einfach mal wieder an“, zeigte sich Leiter Roman Reckling sichtlich erleichtert. (pr)

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