„Night of Light“: Veranstaltungsbranche ruft um Hilfe / Auch Schaumburg an Aktion beteiligt
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(Landkreis) Die Eventbranche hat am Montag mit der bundesweit organisierten Aktion „Night of Light“ auf die Corona-bedingte Krise in der Veranstaltungswelt aufmerksam gemacht.

Überall in ganz Deutschland wurden Gebäude zum Zeichen einer Alarmsetzung in rotes Licht gehüllt. In Hannover wurde beispielsweise das Theater am Aegi rot angestrahlt, in Bad Nenndorf das Schlösschen, in Stadthagen das Kulturzentrum „Alte Polizei“, in Rinteln das „Weserdorf“ und in Bückeburg das Schloss und das Hubschraubermuseum. Insgesamt wurde die Aktion bundesweit an über 5.000 Gebäuden durchgeführt.

Leuchtete als Zeichen der Krise in der Veranstaltungsbranche rot: Das Hubschraubermuseum in Bückeburg.

Die Organisatoren der „Night of Light“ schlagen Alarm. Die Veranstaltungswirtschaft sei der erste Wirtschaftszweig, der von der Corona-Krise getroffen wurde (first in) und werde als letzter wieder herauskommen (last out). Betroffen sind im Prinzip alle Firmen aus dem Bereich Event, Catering, Messebau, Konzertveranstalter, Künstler und Einzelunternehmer, die seit den verhängten Veranstaltungsverboten am 10. März diesen Jahres binnen weniger Tage ihre Aufträge verloren haben und seitdem so gut wie keinen Umsatz mehr machen.

Auch das Reithaus der Hofreitschule erstrahlte rot. Passend zum Blattgrün der Bäume und dem blauen Himmel zur „Goldenen Stunde“ ergab sich so eine mystische Lichtstimmung.

Als Dienstleister könne nichts auf Lager produziert werden, weggebrochene Umsätze könnten nicht mehr nachgeholt werden. Dabei gilt die Veranstaltungsbranche mit etwa einer Million direkt Beschäftigten als einer der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft. Der Jahresumsatz beträgt rund 130 Milliarden Euro.

Auch das „Weserdorf“ in Rinteln wurde als Zeichen und Alarmruf der Eventbranche rot beleuchtet. (Foto: pr)

Die „Night of Light“-Organisatoren wenden sich daher mit einem flammenden Appell an die Öffentlichkeit, wie sie sagen: „Wir brennen für das, was wir tun!“. Doch befinde sich die Veranstaltungswirtschaft auf der roten Liste aussterbender Branchen. Hunderttausende Arbeitsplätze seien in Gefahr. Die aktuellen Hilfsprogramme seien nicht ausreichend, da sie nicht wertschöpfend investiert, sondern zur Deckung von Betriebskosten genutzt werden müssten. Dies, so heißt es auf der Internetseite „Night-Of-Light.de“, führe dies nach dem Verbrauch der Kredite zu einer erneuten Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit einer Überschuldung. (pr/Fotos: vu/pr)

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