Festnahme nach mehrfacher Urkundenfälschung
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(Bückeburg/Bad Eilsen) Bei einer Verkehrskontrolle auf der Bückeberger Straße in Bad Eilsen wurde am Dienstag ein 28jähriger albanischer Staatsbürger festgenommen, der sich illegal im Bundesgebiet aufgehalten hatte und unter Verwendung von verfälschten Ausweisdokumenten zunächst einen Wohnsitz in Obernkirchen und zum Schluss in Minden vorweisen konnte.

Der Mann gab gegenüber den kontrollierenden Beamten anfangs an, dass er italienischer Staatsbürger sei und legte ein entsprechendes italienisches Ausweisdokument vor. Da der Ausweis gewisse Sicherungsmerkmale nicht enthielt, bestand der Anfangsverdacht einer Urkundenfälschung, so dass der 28jährige zunächst zur Polizei nach Bückeburg gebracht und zur Abklärung der eindeutigen Identität erkennungsdienstlich behandelt wurde.

Über ein Schnellverfahren des Bundeskriminalamtes wurde ermittelt, dass der 28jährige in Wirklichkeit albanischer Staatsbürger ist und zur Festnahme durch das Ausländeramt Köln ausgeschrieben war.

Der Albaner musste über Nacht in der Polizeizelle verbleiben und wurde nach ergänzenden Ermittlungen des Kriminalermittlungsdienstes und der Staatsanwaltschaft Bückeburg am Mittwoch in einem beschleunigten Verfahren beim Amtsgericht Bückeburg einem Haftrichter vorgeführt.

„Der Tatverdächtige wurde nach der Vorführung beim Amtsgericht in Hauptverhandlungshaft genommen und wurde durch Beamte in die Justizvollzugsanstalt nach Sehnde verbracht“, so der Sprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer.

In der nächsten Woche wird entschieden, ob der Albaner, der mit seinem verfälschten Ausweis und den erschlichenen Wohnsitzen u.a. ein Bankkonto und eine Krankenversichertenkarte ausgestellt bekam, nach einer Verurteilung in sein Heimatland abgeschoben wird. (po)

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