Rinteln: Weltberühmte Weihnachtsbaumkollektion von Familie Jeromin erweitert – jetzt 350 Bäume
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(Rinteln) Aus dem Schaumburger Land in die große, weite Welt: 350 Weihnachtsbäume stehen bei Familie Jeromin aus dem Rintelner Ortsteil Volksen in diesem Jahr bunt geschmückt und verteilt. Nicht etwa auf dem Grundstück, nein, im Wohnhaus. Mit ihrer Leidenschaft für die festlich geschmückten Bäume  haben es die Jeromins bereits zwei Mal zu einer Auszeichnung durch das „Deutsche Rekordinstitut“ geschafft. Die dritte Urkunde für dieses Jahr ist bereits unterwegs. Inzwischen sind die Räume des Ehepaars Susanne und Thomas im Rintelner Ortsteil nicht nur deutschlandweit bekannt, auch Fernsehsender und Reporter aus Übersee interessieren sich für das außergewöhnliche Hobby der Familie aus Rinteln.

Die Liebe zu außergewöhnlichen Weihnachtsbäumen startete vor drei Jahren

Prächtig geschmückte Weihnachtsbäume – so weit das Auge reicht.

Angefangen hat alles im Jahr 2016. Bei einem Hoffest unter Nachbarn suchte einer der Gäste die Toilette im Hause Jeromin auf. Als er wieder draußen war, berichtete er den anderen Besuchern aufgeregt von der Weihnachtsbaumflut im Haus. Nachdem der erste Beitrag dazu in den Medien veröffentlicht wurde, brach eine regelrechte Flut von Interviewanfragen über die Jeromins herein. „Dabei hatten wir damals nur 110 Bäume im Haus“, erinnert sich Thomas.

Er arbeitet in seinem Hauptberuf als Koch. Nach dem Broterwerb folgen unzählige Stunden des Schmückens in den eigenen vier Wänden. So viel Deko braucht seine Zeit. „Wir haben am 1. August mit dem Aufbau und Schmücken angefangen“, erinnert sich Susanne, „pünktlich zum ersten Advent am 1. Dezember fand das offizielle ´Anleuchten´ statt.“ Natürlich wird jede Lichterkette vorab auf ihre Funktion getestet und notfalls ausgetauscht. Das kostet Zeit. Während man im Rest der Republik also bei hochsommerlichen Temperaturen schwitzte, beschäftigte sich Familie Jeromin schon mit dem Thema Weihnachten. Es gibt dabei kein Zimmer, das ungeschmückt davonkommt. Selbst in der Toilette und im Badezimmer tummeln sich Weihnachtsbäume – dicht an dicht. Der größte hängt im Treppenhaus unter der Decke – mit 3,50 Metern Höhe passte er sonst nicht ins Haus. Auch die Küchenschränke sind dekoriert. Die Bäumchen sind selbstverständlich beleuchtet, die Küche ist voll funktionsfähig und wird benutzt, so die Bewohner.

Ein Weihnachtsbaum, komplett mit Badeenten geschmückt? Warum nicht.

 

Insgesamt sind die Bäume mit über 50.000 bunten Kugeln geschmückt – und mit selbstgebautem Schmuck, teils aus Bügelperlen, teils aus umfunktionierten Süßigkeitenspendern aus dem Supermarkt. Den „Star Wars“-Baum zieren weiße Helme der „Stromtrooper“. Einst dienten sie als Bonbonverpackung. Mit Zipfelmützen verziert hängen sie nun am Weihnachtsbaum.

Bei Familie Jeromin gibt es nichts, was es nicht gibt: Obst-Weihnachtsbaum, Weihnachtsbaum mit Schnee oder eine Modellbau-Weihnachtswelt

Im Laufe der Zeit haben sich allerlei ungewöhnliche und teils auch skurrile Weihnachtsbäume im „Weihnachts-Wunderland Volksen“, wie Familie Jeromin ihre Kollektion getauft hat. So gibt es den „englischen Weihnachtsbaum“, der auf dem Kopf steht. Oder das Modell aus Amerika, bei dem eine eingebaute Pumpe künstliche Schneeflocken über den Baum rieseln lässt. Freunde und Bekannte schenken den Jeromins regelmäßig Weihnachtsschmuck und diese finden immer noch ein Plätzchen für all die neuen Kugeln und Lichterketten. „Wir sind ein bißchen wie ein Gnadenhof für Weihnachtsdeko“, lacht Thomas, „zumal diese ja nicht schlecht wird.“

Nach dem Abschmücken kommen Bäume und tausende Kugeln auf den Dachboden. Thomas Jeromin zeigt die Richtung.

Dabei ist er immer auf der Suche nach Schnäppchen. „Erst im März haben wir einen Sonderposten Christbaumkugeln gekauft. 3.500 Stück für 50 Euro“, erinnert er sich. Und trotz der Vielfalt mit rund 380 Lichterketten im Haus erinnert sich Thomas Jeromin genau daran, wo er die einzelnen Kollektionen gekauft hat – und wieviel Rabatt es darauf gab. Um den Überblick über die Vielzahl der Gäste zu behalten, die sich im Laufe der Hand die Klinke in die Hand gegeben haben, hat die Familie aus Volksen Gästebücher eingeführt. Hier tragen sich alle Besucher ein. Das Fernsehteam aus Moskau hat sich hier verewigt, wie auch die Besucher aus Fernost. Seit dem ersten Advent steht das Telefon im Hause Jeromin nicht mehr still. Nachrichtenagenturen haben sich angekündigt, Fernsehsender und Radioteams. Sie werden alle die Botschaft in die Welt transportieren. Von der riesengroßen Weihnachtsbaum-Kollektion in Volksen.

Einen Lieblingsbaum hat Thomas übrigens nicht, wie er sagt: „Ich finde alle klasse!“. Und die Stromrechnung ist auch nicht exorbitant hoch, wie man angesichts der 18.000 Lämpchen vermuten könnte: „Es ist alles LED-Technik. Und wir brauchen ja auch keine herkömmliche Beleuchtung mehr.“

Video: Rundgang durchs Weihnachts-Wunderland mit 350 Weihnachtsbäumen

Weihnachtsstimmung im Hochsommer aufbauen

Am 6. Dezember ist Schluss für das Weihnachts-Wunderland, dann beginnt der Abbau. Im vergangenen Jahr hat es (bei 316 Bäumen) rund sechs Wochen gedauert, bis alles abgeschmückt und auf dem Dachboden verstaut war. Anschließend ist die Wohnfläche wieder um rund 50 Prozent größer und die Vorfreude auf die neue Weihnachtsbaum-Saison wächst wieder. Ein Ziel haben Jeromins auch vor Augen. Die magische Anzahl von 500 Bäumen schwebt ihnen vor. Und es besteht kein Zweifel daran, dass sie diesen Traum auch verwirklichen werden. Zumal das Haus derzeit umgebaut wird, um mehr Wohnraum zu schaffen. Dabei müssen die neuen Räume nicht erst komplett fertiggestellt sein, um als Ausstellungsfläche zu dienen. „Man kann auch eine Baustelle schmücken“, merkt Thomas Jeromin schmunzelnd an.

(Quelle: Rinteln-Aktuell.de)

Thomas Jeromin und einer der „Spezialbäume“. Dieser rosafarbene Weihnachtsbaum stammt aus den USA und lässt es „schneien“. Links daneben: Der „Obstbaum“.

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