Polizei-Aktion zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität: 242 Fahrzeuge und 277 Personen kontrolliert und überprüft
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(Rinteln/Nienburg) Die Fallzahlen im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls sind sowohl auf Landesebene als auch im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Nienburg/Schaumburg rückläufig. Diese positive Tendenz macht deutlich, dass die präventiven und repressiven Anstrengungen der Polizei nach wie vor die erhofften Effekte erzielen. Ungeachtet dessen ist die Bekämpfung dieses Kriminalitätsphänomens eine der wesentlichen operativen Schwerpunktsetzungen in der zur Polizeidirektion Göttingen gehörenden PI.

Ein entscheidender Grund für die polizeilichen Maßnahmenkonzepte ist die steigende Professionalität, mit der die Täter und Banden vorgehen. Immer häufiger sind reisende Tätergruppen – oft mit internationalem Bezug – für Einbrüche verantwortlich. Dabei gehen die Täter strukturiert und arbeitsteilig vor. Sie nutzen Autobahnen und Bundesstraßen zur schnellen An- und Abreise. Wesentlicher Bestandteil polizeilicher Konzepte sind groß angelegte Kontrollmaßnahmen auf einschlägigen Verbindungsrouten. Pünktlich zur dunklen Jahreszeit kontrollierten am Dienstag, 12.11.2019 fast 50 Polizeibeamte an zwei Kontrollstellen in den Landkreisen Nienburg und Schaumburg 242 Fahrzeuge sowie 277 Personen. Ziele der groß angelegten Aktion waren die Festnahme von Tätern und das Auffinden von Beweismitteln.

In erster Linie ist jedoch die Erkenntnisgewinnung über Fahrzeuge, Bandenstrukturen, Netzwerke, Verbringungsrouten und Täterverhalten bedeutsam und damit Zielrichtung der flächendeckend ausgerichteten ganzheitlichen Kontrollen. Neben Einsatzkräften aus allen Dienststellen der PI hat auch die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen mit der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Insgesamt nahm die Polizei an zwei Standorten 242 Fahrzeuge und 277 Personen unter die Lupe.

„Wohnungseinbrüche stellen einen schwerwiegenden Eingriff in das Privatleben unser Bürgerinnen und Bürger dar. Jeder Einbruch ist einer zu viel“, sagt Gerd Lewin, Vizepräsident der Polizeidirektion Göttingen. „Im Vergleich zum letzten Jahr können wir sowohl bei der Anzahl, als auch bei der Aufklärungsquote einen deutlich positiven Trend verzeichnen. Das ist für uns aber kein Grund hier nachzulassen. Dass wir die Eigentumskriminalität weiterhin mit einem deutlichen Schwerpunkt bearbeiten, erwartet unsere Bevölkerung zu recht. Dabei richten wir uns durch ständige überregionale Analyse unserer Koordinierungsstelle „Eigentum“ in diesem Deliktsbereich frühzeitig und abgestimmt mit polizeilichen Maßnahmen auf das mögliche Täterverhalten aus. Wir werden die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortsetzen und Kontrollen zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität auf einem hohen Niveau halten. Durch den Kontrolldruck wird das Entdeckungsrisiko deutlich gesteigert.“

Bei den überprüften Personen konnten 8 mit einschlägigen Erkenntnissen im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl festgestellt werden. Diese Erkenntnisse werden nun analysiert und mit bereits bestehenden Datenbeständen bzw. aktuellen Tatorten abgeglichen. Auf diese Personen bezogen, hatten die Kontrollen eine starke Präventivwirkung. Die eingesetzten Kräfte leiteten außerdem an beiden Kontrollstellen in Uchte und in Steinbergen 3 Ermittlungsverfahren wegen Drogen – oder alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit ein. 48 Ordnungswidrigkeitenanzeigen sowie 13 Drogenvortests ergänzten die Tätigkeiten. Zwei gefälschte Führerscheine sowie ein gefälschter Ausweis wurde von den speziell ausgebildeten Dokumentenprüfern erkannt, ein Haftbefehl konnte vollstreckt werden. (pr)

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