Heißer Abschluss des Bückeburger Bühnensommers 2019 mit Kota Brass
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(Bückeburg) Verrückt, originell und unfassbar gut – so war der Abschluss des Bückeburger Bühnensommers 2019 mit Kota-Brass. Der Name der Band stammt übrigens von einem kreisrunden skandinavischen Holzgartenhaus mit einer offenen Feuerstelle in der Mitte, der Kota. Eric Martin, Henning Brautlecht, Markus Himstedt (alle Trompete), Sascha Anderten (Baritonhorn), Stephan Anderten, Carsten Sempf (beide Posaune) und Gerrit Eckhardt (Kontrabasstuba) stellten am Mittwochabend rasch unter Beweis, was es mit ihrem Motto „Blasmusik mal anders“ auf sich hatte. Denn spielen können die sieben Jungs alles, nur eben ganz anders.

Die feinfühlige und zum verträumten Fingerschnippen einladende Version des Bobby McFerrin-Hits „Don’t worry, be happy“ versetzte den heißen Sommerabend auf dem Marktplatz in eine leichte, seichte Stimmung. Stimmliche Akzente setzte Sängerin Michelle Seifert, die laut Bandauskunft „keine Gastsolistin ist, sondern zu uns gehört“. Sie überzeugte auch in der Hitze mit ihrer tollen Eigenkomposition „Atome unter sich“.

Sängerin Michelle Seifert.

Das Mikro war zwar heiß und die Trompeten waren schwierig zu spielen, aber all das merkte man nicht, denn es war alles musikalisch perfekt ,was Kota-Brass auf dem gut gefüllten Marktplatz spielte. Wer genau hinschaute, nahm auch die skurrilen Instrumente wahr, die auf der Bühne aufgebaut waren.

Mit der selbst arrangierten Coverversion verschonten die sieben Bläser auch „Ein Männlein steht im Walde“ nicht. Die Zuhörer waren begeistert als immer neue Musikeinlagen ertönten. Im Reggae-Style oder als Hardrock-Wacken-Version usw. Natürlich alles mit Herzblut umgesetzt mit Liedtext für die Besucher. Es wurde auch trotz der Temperaturen die Wollmütze mit den Rasta Zöpfen aufgesetzt, rumgesprungen und getanzt. Der Schweiß rannte in Strömen als Kota-Brass dem Eurythmics-Klassiker „Sweet Dreams“ und die Polka „Kannst Du Knödel kochen?“ spielten oder den Schuhplattler-Ländler „Haberstroh“.

Der Abschluss des Bückeburger Bühnensommers geriet zur schweißtreibenden Angelegenheit.

Bei diesen Temperaturen wollte sowieso niemand nach Hause gehen, deswegen wurden viele Zugaben eingefordert und es verblieben noch viele Besucher auf dem Marktplatz. Gekühlte Getränke und leichtes Essen gab es reichlich von der Hofapotheke und aus dem Ratskeller.

Ein sichtlich stolzer Alfred Brüggemann huschte zwischen den Zuschauern hin und her und freute sich, dass sein Versprechen aufging. Er versprach bei der Begrüßung, dass ab 19 Uhr der Schatten käme. Und es traf genauso ein. Den Umstand, dass Kota-Brass letztes Jahr wegen des schlechten Wetters in den Rathaussaal gehen musste, machte der Wettergott diesmal mehr als wieder gut. Brüggemann war in Gedanken schon beim nächsten Bückeburger Bühnensommer. „Sonst werde ich traurig, dass es schon so schnell vorbei ist“, so Brüggemann schmunzelnd.

Markus Himstedt merkte man besonders an, dass am Abend so mancher wie frisch geduscht aussah. Aber das ist eben Kota-Brass. Immer anders und immer ein bisschen verrückt. Mehr Informationen: www.kota-brass.de oder über die Sängerin Michelle Seifert unter: www.michelle-seifert.de (sh/Fotos: sh)

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