Berufsbildende Schulen Rinteln und Klinikum Schaumburg kooperieren bei Ausbildung der Pflegeberufe
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(Obernkirchen/Rinteln) Die Berufsbildenden Schulen Rinteln und das AGAPLESION EV. KLINIKUM SCHAUMBURG kooperieren ab dem Schuljahr 2020/2021. Dazu unterzeichneten die Beteiligten eine gemeinsame Vereinbarung. Die Zusammenarbeit bietet eine zukunftsgesicherte und qualitativ hochwertige Ausbildung für alle Pflegeberufe im Schaumburger Land und reagiert auf die vom Gesetzgeber initiierte Reform der Ausbildung der Pflegeberufe.

Mit dem Pflegeberufegesetz hat der Gesetzgeber im Juli 2017 die grundlegende Reform der Ausbildung in den Pflegeberufen beschlossen. Die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Ausbildungsberufe werden nun zusammengeführt. Ziel ist es, die Ausbildung in der Pflege zu modernisieren und attraktiver zu gestalten. In Schaumburg erhalten ab dem Schuljahr 2020/2021 alle Auszubildenden drei Jahre lang eine generalistisch ausgerichtete Ausbildung mit dem Ziel, den Abschluss „Pflegefachfrau / Pflegefachmann“ zu erreichen.

Aktuell sind im Einzugsbereich des Landkreises die Berufsfachschule Altenpflege an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Rinteln und die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am AGAPLESION EV. KLINIKUM SCHAUMBURG gGmbH Anbieter für Pflegefachausbildungen. Um den hohen Bedarf an Pflegefachkräften im Schaumburger Land auch vor dem Hintergrund des Pflegeberufegesetzes jetzt und für die Zukunft zu sichern, haben der Landkreis Schaumburg sowie das AGAPLESION EV. KLINIKUM SCHAUMBURG gemeinsam als Schulträger diese Situation analysiert. Bereits in dieser Zeit hat sich eine sehr vertrauensvolle und positive Zusammenarbeit ergeben. Ergebnis dieser intensiven Gespräche ist nun die heute unterzeichnete Kooperationsvereinbarung, denn so „kommen wir unserer Aufgabe einer gezielten, qualitativ hochwertigen und zukunftsgesicherten Ausbildung als Bildungsträger im Schaumburger Land nach“, freut sich die Schulleiterin der Berufsbildenden Schulen Rinteln, Lita Gooßen, über die Kooperation. Diana Fortmann, Geschäftsführerin am AGAPLESION EV. KLINIKUM SCHAUMBURG ist stolz auf die positive Entwicklung für die Ausbildung im Pflegebereich: „Unser Schaumburger Klinikum ist bereits jetzt in der Region Vorreiter in der Ausbildung für Gesundheits- und Krankenpflege und bietet mit unserem großen Erfahrungsschatz eine hohe Ausbildungsqualität. Mit der regionalen Lernortkooperation zwischen den BBS Rinteln und unserer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Klinikstandort in Vehlen stärken wir die Nachwuchsförderung in den Pflegeberufen und legen damit einen weiteren wichtigen Grundstein, um auch in Zukunft die Gesundheitsversorgung im Schaumburger Land sicherzustellen.“

Links: Lita Gooßen (Schulleiterin der BBS Rinteln), Mitte: Diana Fortmann (Geschäftsführerin am Klinikum Schaumburg), Rechts: Katharina Augath (Kreisrätin) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

„Bereits mit dem Umzug unserer Schule an den Klinikstandort in Vehlen am Anfang des Jahres ist uns eine viel engere Verzahnung von Theorie und Praxis gelungen. Das ist ein Aushängeschild für unsere Schule und auch von den Schülerinnen und Schülern erhalte ich viel positives Feedback. Durch die Kooperation mit den BBS Rinteln bieten wir ihnen nun einen weiteren Mehrwert“, so Dominik Janze, Schulleiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Schaumburger Klinikum. „Mit der regionalen Lernortkooperation werden wir der größte Ausbilder für Pflege im Schaumburger Land“, freuen sich die beiden Schulleitungen Gooßen und Janze gemeinsam. Bereits seit dem Frühjahr entwickeln die Lehrkräfte der Berufsfachschule Altenpflege den BBS Rinteln und Ausbilder/innen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege des AGAPLESION EV. KLINIKUM SCHAUMBURG eine gemeinsame Ausbildungsplanung und bringen die Entwicklung gemeinsamer Lehrpläne voran. So werden die beiden Schulen auch zukünftig den Fortbestand der Ausbildung von examinierten Pflegekräften durch die Anpassung des Bildungsangebotes sichern. Insbesondere durch eine enge Verzahnung der beiden Schulen wird den Schülerinnen und Schülern in der generalisierten Ausbildung eine qualifizierte und für ihre Zielausrichtung bestmögliche Ausbildung geboten.

Die gemeinsame Pflegeausbildung wird von allen Beteiligten unterstützt und begleitet. Dabei ist auch eine kontinuierliche Evaluation der Zusammenarbeit in der generalisierten Pflegeausbildung Teil der Kooperationsvereinbarung. (pr)

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